Annette LeBlanc Cate:
Hasenzauber

Aus dem Amerikanischen von Leena Flegler

Hildesheim: Gerstenberg 2008

www.gerstenberg-verlag.de

ISBN 978-3-8369-5185-2
32 Seiten * 12,90 € * ab 03 Jahre

 

 

 

 

Der junge Zauberer Ray und das Kaninchen Bunny verbringen ihr Leben und den Beruf gemeinsam. Als Bunny in der Stadt vor einem Hund fliehen muss, verlieren sie sich aus den Augen, aber Ray hinterlässt auf dem Weg zum Bahnhof Spuren.

Spuren hinterlassen

Die Titelschrift ist erhaben und mit Spotlack goldig glänzend auf das querformatige Buch gedruckt, ebenso der Zauberstab, der bei seiner Arbeit goldene Sterne hinterlässt. Diese wurden vorher in „Mundarbeit“ von Bunny aus einem Goldblatt heraus geknabbert und von dem jungen Zauberer Ray in den hohlen Stiel des Zauberstabs gefüllt. Die beiden leben inmitten einer vollgestopften und gar nicht aufgeräumten Wohnung in trauter Zweisamkeit, erledigen die anfallenden Arbeiten wie Abwasch, Frühstück essen oder Popcornknabbern beim Fernsehen gemeinsam.
Dann die gemeinsame Arbeit: die „Manege“ in der Fußgängerzone. Kurz vor Bunnys Auftritt der Zusammenstoß des Jongleurs mit dem Zauberer – und dessen Mops jagt Bunny durch die Stadt. Das Kaninchen kann sich nur durch ein waghalsiges Manöver über die breite, dicht befahrene Straße in Sicherheit bringen – und damit haben sich Ray und Bunny aus den Augen verloren. Die Suche des Zauberers bleibt erfolglos, und Ray will schon allein mit der Bahn nach Hause fahren. Gut, dass er Stück um Stück Sternenstaub verloren hat, denn somit kann Bunny den Spuren folgen.

 

Die Bilder sind in Grautönen gehalten, allein die Sterne sind (gelb) gefärbt. Die Personen (wie auch die Tiere) sind mit wenigen Strichen, aber dennoch wiedererkennbar, gezeichnet. Die Menschen haben große runde Augen mit kleinen schwarzen Pupillen-Punkten, so, als kämen sie aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Nasen und Finger sind oft extrem lang, die Hintergründe mit vielen Kleinigkeiten gefüllt, so dass man auch außerhalb der eigentlichen Geschichte beim zweiten oder fünften Lesen noch Kleinigkeiten entdecken kann.

 

Eine süße kleine Geschichte um Zusammengehörigkeit und Trennung, die gut ausgeht. Man kann sie auch schnell einmal nachspielen. Du bist Bunny, ich bin Ray…

 

 

Ulrich H. Baselau für den "Wittmunder BilderBuchBär"en