Catherine Louis:
Mein kleines chinesisches Wörterbuch

mit Kalligraphien von Shi Bo
aus dem Französischen von Cornelia Hausherr

Zürich: NordSüd 2008

www.nordsued.com

ISBN 978-3-314-01583-0
o. P. * 12,95 € * Broschur * ab 05 Jahre

 

 

 

 

Ein kleines quadratisches Buch mit knapp 150 ausgewählten chinesischen Wörtern, dem / den dazu passenden Schriftzeichen und je einer ganzseitigen, eigenwilligen und technisch anspruchsvollen Illustration der Autorin. Das macht Spaß zum Nachmachen / Nachschreiben.

CHINA

Das Buch ist ein wenig größer als eine CD und hat mehr als 200 nicht nummerierte Seiten, die je gleich gestaltet sind. Links stehen die Schriftzeichen (traditionell – modern – Bedeutung – Aussprache) auf schwarzem Untergrund, wobei das moderne Zeichen groß und weiß vom Kalligraphen Shi Bo gestaltet ist. Die rechte Seite zeigt eine Illustration von Catherine Louis, die zum chinesischen Wort links passt.
Diese Bilder sind holzschnittartig gestaltet, benutzen oft bedrucktes Papier als Unterlage, sind dann mehrfach übermalt (zuletzt schwarz) und wieder teilweise abgekratzt. Neben einem schwarzen Rahmen bleiben einige Streifen übrig, die den o. g. Effekt ergeben.

Die Buchdeckel sind als Klappen gestaltet, sodass sie als Lesezeichen dienen können. Die Reihenfolge der Wörter erscheint oft zufällig, sind aber einige Male assoziativ: Auf „Freizeit“ folgen „Ziegel“, dann „Haus“ vor „Dorf“.
Leider gibt es kein Inhaltsverzeichnis, sodass wir später immer wieder blättern müssen. Gab es nicht ein Zeichen für „fliegen“? Wenn ja, wo steht es? Dann beginnt die Suche, die nur deshalb etwas erleichtert wird, weil die Wörter alle an gleicher Stelle stehen.

 

Unabhängig davon – und das schreibt die Autorin auch in ihrem Vorwort – erlernen Kinder sehr schnell die Bedeutung der Zeichen, weil sie sich, auch in der modernen Form, „noch stark an das abgebildete Objekt“ anlehnen. Hier „offenbart sich die Realität ohne orthographischen oder grammatikalischen Zwang“.

 

Sehr geeignet – auch für den Kunst-Unterricht.

 

 

Ulrich H. Baselau für den "Wittmunder BilderBuchBär"en