Fiona Rempt & Noëlle Smit:
Schnecke wünscht sich was

Aus dem Niederländischen von Meike Blatnik

Berlin: Tulipan 2008.

www.tulipan-verlag.de

ISBN 978-3-939944-08-9
32 Seiten
12,90  €

Ab 03 Jahre

 

 

 

 

Jedes Wesen hat ein Manko. Die Schnecke ist langsam. Da macht gemeinsames Spielen mit den anderen Tieren nicht wirklich Spaß. So ist es auch bei ihrem Geburtstag. Die Einzelgeschenke kann die Schnecke nicht zuordnen, aber als die Freunde fertig sind mit Bauen und Basteln, ist sie mehr als zufrieden.

Langsam wie Schnecke

Die Überraschung der Geschichte gelingt. Die Freunde kommen zur Geburtstagsfeier und toben erst einmal richtig herum: Ameise, Frosch, Biber, Eichhörnchen und Ente. Luftballons hängen an Fäden, Wasser spritzt. Allein die Schnecke selbst kann nicht mitmachen. Die mitgebrachten Geschenke erweisen sich als Teil eines Gesamtpakets, das die Schnecke mobil macht und ihr Manko behebt.

 

Soweit der Text. Das Buch ist leicht querformatig, der kurze Text ist je anders-farbig und an leeren Stellen der Bilder auf den Doppelseiten deponiert. Ja, und dann muss endlich doch über die Bilder selbst gesprochen werden.

Jedes Tier ist speziell und jedes einzeln auch typisiert. Zusammen aber wollen sie irgendwie gar nicht passen. Die braunen Flügel der Ente passen gar nicht zu ihrem sonstigen Aussehen, die Beine und Füße deutlich flächig. Das Eichhörnchen ist fast knallig rot gestaltet, der Kopf passt oft nicht zum Rest. Dass Biber und Ameise ein Tauziehen veranstalten, kann man nicht wirklich glauben und auch nicht, dass ein Maulwurf Balance-Künstler ist. Die Tiere stehen je allein ohne Hintergrund, verbindend sind lediglich Bänder, die dem Fest eine bunte Note geben sollen.

 

Genau hier liegt die Kritik: Es ist kein einheitliches Bilderbuch entstanden. Die Figuren wirken wie aus verschiedenen Geschichten entlehnt und zufällig zusammengestellt, es gibt nicht einmal einen gemeinsamen Hintergrund. Von Einzelheiten muss hier nicht gesprochen werden, aber auch da gäbe es einige Kritikpunkte.

 

Schade, die Geschichte hätte stimmigere Bilder verdient.

 

Ulrich H. Baselau für den "Wittmunder BilderBuchBär"en