Diana Aston & Sylvia Long:
Kein Ei gleicht dem anderen.

Köngistein: Titania 2008.

www.titania-verlag.de

ISBN 978-3-7996-5204-9.
32 Seiten.
14,95
  €.

Ab 04 Jahre.

 

 

 

 

Beeindruckend schöne Bilder in warmen Brauntönen machen dies Bilder-Sachbuch zu einem Seh-Erlebnis. Das Wunder des Lebens in einem einzigen Ei – und jedes ist so vielfältig wie das Leben ist: Vom Katzenhai bis zur Harlekinwanze.

Ei, Ei

Auf der Auswahlliste zum LesePeter August 2008

„Das Ei ist still“ heißt es im Originaltitel, und das stimmt natürlich nur bedingt, denn wenn sich das Leben entwickelt, wird es auch Geräusche geben. Denn anders als Steine – so tarnen sich ja manche Eier vor ihren Fressfeinden – ist das Ei sehr lebendig.

Diana Aston findet daneben noch sechs weitere Kriterien: Unterschiede, Farbigkeit, Formen, Größe, Kunst, Konsistenz. Eier sind rund, spitz, oval, hart, weich, schlau, glatt oder rau, groß oder ganz klein, ruhen, liegen im Wasser, im Nest, auf den Füßen der Väter oder zwischen den roten stakseligen ihrer Mutter und sind, wenn schon nicht eindeutig Kunst, so doch kunstvolle Gebilde.

 

Eine Augenweide. Sehr genau beobachtet und detailgetreu aquarelliert. Oft isoliert Sylvia Long die Eier, gibt ihnen vielleicht einige Accessoires mit, ein bisschen Sand, wenige Blätter, eine kleine Eisfläche, auf der der Kaiserpinguin steht und aufmerksam und liebevoll sein kostbares Gut zwischen seinen Beinen auf seinen Füßen, die er leicht krümmt, damit das Ei nicht weg-, sondern zu seinem Körper hinrollt, betrachtet.

 

Auf der ersten Doppelseite stellt Long mehr als 50 Eier vor, alle mit sich an die Form anschmiegende Namen unterschrieben, einige vergrößert, weil sie sonst kaum zu sehen sein würden. Auf der letzten Seite dann die Erzeuger oder das Ergebnis, je nachdem an welcher Stelle wir einsteigen wollen in die Entwicklung. Im Wesentlichen sind es Vögel, oft im Flug abgebildet: die Zinnobertangare, Goldammer, Harlaub-Blauracke, aber auch ein Leguan, der Katzenhai, der Hummer oder der Passionsblumenfalter. Man kann sich kaum satt sehen.

 

Ulrich H. Baselau für den "Wittmunder BilderBuchBär"en