Emanuel Eckardt:
Der Mops von Bornholm.

Frankfurt: Subito! bei Baumhaus 2006.

ISBN 3-8339-4402-1.
54 Seiten.
7,90  €.

Ab 03 Jahre.

 

 

 

Wildmöpse wurden selten gesehen. Bornholm soll im Norden ein verstecktes Tal haben … Der singende Mops gilt natürlich nichts in seiner Heimat, das kennt man ja. Also muss er fort, und in der Fremde … Eine wahrlich skurrile Geschichte köstlich bezeichnet!

Sag mal: Mops!

Vorweg gesagt: Es handelt sich leider nur um ein Bilderbuch im Geschenk-Format: ca. 10 x 15 cm. Ziemlich klein für ein Bilderbuch, wirklich. Aber haben muss man es dennoch. Wie köstlicher noch kann man sich Geschichten ausdenken?

Morten heißt unser Wildmops, den die Witwe Merete Kofoed aufnimmt. Mehr oder weniger durch Zufall gerät der Mops in das Quartett (elektrische Gitarre plus Cello plus Tuba plus Flügel) und singt dazu im winterlichen Bornholm wie es sonst vielleicht, eventuell nur Tenöre in Italien können. Der Versuch von Herrn Magirus aus Deutschland, den Mops groß heraus zu bringen, scheitert natürlich. Und alle Teile der Geschichte bekommen den Nimbus des „Wahrscheinlichen“, des „Unbestimmten“. Nur wir, wir wissen, was wirklich passierte. Wir haben ja das Buch gelesen.

Emanuel Eckhardt illustriert seine Geschichte, obwohl die Bilder mit ihrem Rahmen eine besondere Beachtung verdient hätten, denn die Skurrilität des Textes findet sich sehr wohl in der Ruhe der Bilder wieder. Merete Kofoed, die Witwe, steht auf ihrem Fahrrad in Bornholm und fällt nicht um und Trine Trillerup sieht selbst aus wie eins ihrer merkwürdigen Objekte, die sie als Antiquität verkauft.

Auf dem Buchrücken zum Schluss kommt Victor von Bülow zu Wort: „Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos.“ Was mehr kann man sagen?

 

Ulrich H. Baselau für den "Wittmunder BilderBuchBär"en