Wouter van Reek:
Krawinkel & Eckstein - Die Rettungsaktion

Aus dem Niederländischen von Rolf Erdorf.

Düsseldorf: Sauerländer bei Patmos 2006.

ISBN 3-7941-5121-6.
32 Seiten.
12,90  €.

Ab 03 Jahre.

 

 

 

Das Buch nahm einen ungewöhnlichen Weg, denn zuerst gab es den „Film“ (Kennzeichen: ruckartige Bewegungen). Krawinkel ist es draußen zu regnerisch, also schickt er Eckstein, den Hund, um Brennholz. Dann aber macht er sich Sorgen und muss jetzt nicht nur einfach so nach draußen, sondern: Eine Rettungsaktion mit allen Eventualitäten ist angesagt!

Liebe, Sorge

Die chinesischen Stempel mit der roten Farbe sind gar keine. Sie spielen die Rolle von einer Art „sichtbare Gedanken“. Einige Seiten haben nur einen Stempel, andere über 20, wenige haben keinen. Eine wunderbare Idee, auf zwei Bilder-Ebenen zugleich zu erzählen. Und dann noch Text. Klein gedruckt, aber dennoch sparsam. Er ist deutlich Begleiter der Bilder, erzählt aber gleichsam eine schöne Geschichte:

Krawinkel möchte nicht hinaus in den Regen, um Brennholz zu holen. Also schickt er seinen Hund Eckstein nach Holz. Der gibt zwar noch zu bedenken, dass er ja nicht sehr viel tragen könne, aber das ist Krawinkel im Moment egal.

Dann aber kommt Eckstein nicht wieder und Krawinkel beginnt erst langsam, dann ernsthaft, sich Sorgen zu machen. Sein Einsatz ist dann um vieles größer als wenn er selbst losgegangen wäre. Aber dann hätte es keine Wiederfindungsparty gegeben.

 

Van Reek zeichnet markant, einfach, simpel fast und nah an Genialität. Rechteck mit Beinen, Strich als Schwanz, Dreieck mit zwei Punkten, zwei Ohrstriche. Ein Hund wie er deutlicher nicht sein könnte. Ebenso Krawinkel, eine Art Mensch mit gelbem Schnabel, roter Anzug mit Kapuze. Zwei Striche kennzeichnen einen Schrank, zwei Parallelogramme zeigen eine geöffnete Tür und ungezeichnet damit einen, nein, sogar zwei ganze Räume.

 

Ganz viel deutlichen und auch eine gehörige Portion versteckten Witzes und viel Liebe der beiden Handelnden zueinander sowie Zutrauen und Einvernehmen dürfen wir miterleben.
Bitte: Mehr davon.

 

Ulrich H. Baselau für den "Wittmunder BilderBuchBär"en