Susanne Riha:
Gute Nacht, wünscht der Mond.

Wien: Annette Betz bei Ueberreuter 2005.

ISBN 3-219-11242-0.
24 Seiten.
9,95  €.

Ab 4 Jahre.

 

 

Ein wunderschönes Sachbilderbuch, das nicht nur Kinder, sondern auch viele Erwachsene (auch als Informationsquelle) mögen werden. Die vier Phasen des Mondes werden dargestellt, kommentiert, eingebunden in einen größeren Zusammenhang und mit je vier Gedichten und kleinen Geschichten ausgeschmückt.

… du gehst so stille

Die erste Doppelseite gehört der Übersicht, wobei sich der blau unterlegte Text als reine Informationsquelle in sehr verständlicher Sprache vorstellt. Kleine Grafiken oder Bilder erläutern und veranschaulichen nicht nur, wie der Mond sich benimmt, sondern auch wie die Erde oder ihre Bewohner auf ihn reagieren. Von den Mondphasen (Neu- / zunehmend / Voll- / abnehmend) ist die Rede und wie sie zustande kommen – ebenso wie von seiner kurzen oder längeren Wanderung über den Abendhimmel. Auch dieser Teil wird sehr anschaulich dargestellt.
Es folgt viermal je der gleiche Aufbau auf zwei Doppelseiten: Blauer informativer Text der Mondphase, daneben ein Gedicht, dann eine schmal gerahmte Geschichte, die auf der über-nächsten Seite weiter geht und dort von einem ganzseitigen Bild begleitet wird.

Die realistischen Bilder schaffen die Gratwanderung zwischen niedlich und süß, nur der lebendige Mond mit dem entsprechenden Gesicht ist doch etwas übertrieben. Ungewöhnlich sind die Rahmen um die Geschichten bzw. das ganzseitige Bild: Vier unterschiedliche Motive für jede Kante greifen Teile oder Objekte der Geschichte auf und stellen sie als Rapport ein – ohne Rücksicht auf gleiche oder auch nur aufeinander abgestimmte Farben. Das ist mutig, und Mut wird bekanntlich (meist) belohnt.

 

Ein sehr informatives Sachbuch für Kinder ab 4 Jahre, aber auch für Erwachsene. Geschichten und Bilder (soweit sie nicht erläuternde Graphiken sind) bleiben allerdings den Kleinen vorbehalten.