Komako Sakai:
So schön wie der Mond.

Aus dem Japanischen von Ursula Gräfe.
Frankfurt: Moritz 2005.

ISBN 3-89565-165-6.
36 Seiten.
12,80  €.

Ab 03 Jahre.

 

 

Sakai beschränkt sich auf drei Dinge: Mutter, Tochter, Luftballon. Letzterer ist gelb wie der Mond und muss im Baum (anstatt in Akikos Bett) übernachten. Aber morgen wird sich Mutter eine Leiter borgen und ihn herunter holen.

Die einfachen Dinge

Eine einfache Geschichte: Die kleine Akiko erhält beim Einkaufen in der Stadt einen mit Gas gefüllten gelben Luftballon. Damit der sich nicht selbständig in die Luft erhebt (wie im Hintergrund bei einem anderen Kind zu sehen), bindet ihn der Verkäufer an Akiko fest. Mutter hat zu Hause noch eine andere Idee, sie befestigt einen Löffel am Band, so dass der Ballon von da an in Augenhöhe der kleinen Akiko schwebt – bis die Windböe kommt und den Faden im Baum verwickelt.

So einfach und eindringlich wie die Geschichte, so zeichnet Komako Sakai auch. Sie gibt den Bildern einen einfachen Rahmen, der an den Ecken gerundet ist, und setzt die Figuren hinein und so wenig Umgebung wie möglich, so dass noch eine Raumtiefe erkennbar ist. Sie färbt Kleidungsstücke vorliebend mit Grau und überzeichnet Ränder und auch Flächen wie Konturen mit Kohle.

Eine sehr gelungene Geschichte, die adäquat in Bilder umgesetzt wird und Kinder ab 2 Jahre schon verstehen können (wenn sie an eigene Erfahrung anknüpfen dürfen).

 

Ulrich H. Baselau für den "Wittmunder BilderBuchBär"en