Jutta Treiber & Susanne Eisermann:
Naja.

Ill von Eisermann, Susanne

St. Pölten: NP 2005.

ISBN 3-85326-302-x.
32 Seiten.
9,90  €.

Ab 05 Jahre.

 

 

Die drei klassischen Figuren (gleichseitiges Dreieck, Quadrat, Kreis) sind nicht mehr zufrieden mit sich und möchten völlig anders sein. Das kommt uns bekannt vor? So etwas kennen wir auch? – Aber wenn ich deine Haare habe und dein Gesicht, sehe ich dann noch aus wie ich? Oder bin ich du?

Dreieck, Quadrat, Kreis

Zu spitz, sagt das Dreieck, zu rund, der Kreis. Dem Quadrat sind die 4 Ecken zu viel. „Kein Problem“, sagt der Figurendoktor, und beginnt damit, Ecken abzuschneiden, dort etwas abzusaugen, hier etwas einzuschnüren. Wie? Noch nicht genug? Ihr seid noch nicht ganz zufrieden? Der Figurendoktor bessert nach, aber sind die drei nun zufrieden? Nein! Das Kreieck möchte doch lieber wieder spitz sein, der Queis vermisst seine Rundungen und das Dreidrat will unbedingt viereckig sein.

Zerstört, geändert, verändert ist oft leicht, zumeist auch leichtfertig. Denn: Eine Rückkehr gelingt nicht mehr.

Susanne Eisermann malt wild, lässt Farben ineinander laufen, aquarellisiert. Die drei Figuren erhalten große Augen (auch die je drei- oder viereckig oder rund) und verleiht den Kopffüßlern lachhaft dünne Strich-Beine und –Arme. Der Figurendoktor ist natürlich das alter Ego der Illustratorin, die sich selbst so gar nicht vorteilhaft darstellt. Aber diese Person ist ja auch nur Erfüller der Wünsche.

Die Botschaft? Wenn du alles geändert haben willst, wirst du (vielleicht) irgendwann feststellen, dass es vorher doch nicht so schlecht war. Aber was, wenn es dann kein Zurück mehr gibt?

Also?

 

Gut geeignet für den Philosophie- wie für den Kunstunterricht fast jeder Jahrgangs-Stufe.