Antonie Schneider & Ulrike Möltken:
Jako.

Zürich: Bajazzo, 2005

ISBN 3-907588-58-4.
60 Seiten.
12,90  €.

Ab 04 Jahre.

 

 

Ich bin so allein. Ich will einen Hund haben, der auf mich wartet, der immer für mich da ist, der mit mir träumt, dem ich das weiche Fell streicheln kann … Dann ist er plötzlich da, der Hund, und es beginnt ein Zwiegespräch: Sorge um den Hund und Vertrauen in den anderen. Ein etwas anderes Bilderbuch.

Da bist du endlich

Alle Bilder sind auf der rechten Seite des querformatigen Buches, das fast quadratisch ist. Links stehen sehr kurze Texte, oft nur eine Zeile. Die Typographie erinnert an die einer alten Schreibmaschine. Der Text ist schwarz und dann grau, wenn der Hund spricht, antwortet.
Die Geschichte ist einfach: Ein kleines Mädchen möchte nicht mehr allein sein, sehnt sich nach einem Hund. Es spielen weder Eltern mit noch andere Menschen, nur sie und später der Hund Jako. Wir haben hier eine sehr isolierte Situation. Einmal gibt es ein Auto, vor dem man sich in Acht nehmen muss; einmal gibt es ein Ketten-Karussell.

Die Bild-Hintergründe sind von einer gemalten hellblauen Fläche und von schwarzem Karton geprägt, die wenigen Akteure oder Accessoires sind je mit schwarzen, krikelhaften Linien auf braunem oder weißem Karton gezeichnet, „unsauber“ ausgeschnitten und vor den Hintergrund geklebt.
Ist zunächst das Blau vorherrschend, so übernimmt der schwarze Karton zu dem Zeitpunkt die Vorherrschaft, als der Hund ins Spiel kommt. So ist uns Betrachtern nicht ganz gewiss, ob ab hier die Fantasie des Mädchens die Oberhand gewinnt, oder ob tatsächlich der Hund (ein Staffordshire – der in Deutschland noch vor kurzer Zeit als Kampfhund betitelt wurde) mit seinem Halsband auftritt, der zum Schluss auf ihre Aussage „Du bist mein Freund.“ antwortet: „Ich bin dein Freund.“

Die Grundsehnsucht aller Menschen nach Verlässlichkeit und Geborgenheit wird am Beispiel Kind-Hund in einfachen Worten dargestellt und am Beispiel befriedigt. Schön.