Birger Koch:
Wau sucht einen Bau.

Zürich: bohem press 2005.

ISBN 3-85581-420-1.
32 Seiten.
13,50  €.

Ab 03 Jahre.

 

 

Der kleine Hund merkt im Lauf des Jahres, dass er vielleicht – wie die anderen Tiere auch – sich ein „Haus“ anschaffen sollte. Aber keins der anderen ist für ihn passend. Da finden die anderen eins, das für ihn passt.

Home, sweet home

Wir haben das Ende des Sommers, es regnet gerade, als dem kleinen weißen Hund mit den schwarzen Knopfaugen klar wird, dass er sich ein Zuhause suchen muss, das ihn schützt und in das er sich zurückziehen kann.
Er sieht zunächst die Nest bauende Elster – fällt aber beim Nachbau vom Ast herunter auf einen Maulwurfshaufen. Aha – buddeln kann er auch gut! So geht es von Tier zu Tier, aber keine Unterkunft ist für ihn wirklich nützlich. Ein Hund braucht eben – eine Hundehütte. Alle helfen mit, so dass das Ergebnis derart gelungen ist, dass es niemand verlassen will. Gemütlich ist es bei Wau in seinem Bau!

Birger Kochs Hund ist weiß mit schwarzer Umrandung, die Ohren könnten auch Teil einer Krone sein. Tumb ist der Hund, wie es einst Parzifal in den Heldensagen war, denn er versucht sein Glück bei den anderen zu finden. Dabei liegt es nur bei ihm. Gut, dass die Maus Lillie letztlich weiß, was ihm fehlt.
Ja gut, die Geschichte ist recht einfach gestrickt, wärmt aber das Herz. Die Tiere rücken für ein anderes in der Not zusammen und helfen ihm. Sie erscheinen wie der Text in den Bildern auf den Doppelseiten – je länger die Geschichte, desto mehr kleine Tiere auf den Bildern, die dem weißen Hund helfen wollen. Es dauert eine Weile, bis er sich wirklich helfen lässt. Dann packt er auch selbst kräftig mit an: Eine wunderschöne Hundehütte entsteht, die keines der Tiere gern verlasen mag.

Jetzt könnte eigentlich Weihnachten kommen. Aber schnell, bitte. Tränen und Freude und Kuscheligkeit gibt es schon genug. Und die Idee, die Glühwürmchen für die Beleuchtung heranzuziehen, sollte man weiter verfolgen.