Theodor Fontane & Nonny Hogrogian:
Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland.

Zürich: Atlantis bei Orell Füssli 2005.

ISBN 3-7152-0505-9.
32 Seiten.
12,80  €.

Ab 04 Jahre.

 

 

Die altbekannte Ballade vom freundlichen Birnenbaumbesitzer, der auch nach seinem Tod dafür sorgt, dass die Kinder eine Birne bekommen – mit Holzschnitten illustriert, die mindestens von 1969 stammen. Das passt gut zusammen.

Ick hebb’ ne Birn

Der alte Herr Ribbeck auf Ribbeck im Havelland war landauf, landab für seine Freigiebigkeit bekannt. Vor allem von den Früchten seines Birnbaums durften alle Kinder gern teilhaben. Als es dann aber ans Sterben kommt, da denkt der Alte vor. Er befürchtet, dass sein Sohn ein echter Geizkragen sein wird. Und so trägt der Birnenbaum, der aus seinem Grab heraus wachsen wird, den Kindern so manche Birne. An ihn denkt man gern zurück, an den alten Herr Ribbeck auf Ribbeck im Havelland.

Die (kolorierten) Holzschnitte entdeckte die Verlegerin und Gründerin des Atlantis-Verlags seinerzeit in New York. Sie haben von ihrem Charme nichts eingebüßt. Die Bilder beanspruchen fast je beide Seiten des quer gebundenen Buches, und der alte Ribbeck mit seiner einen Hand in die alte Rückenlende gestützt ist wunderbar sympathisch: Ein bisschen kauzig, aber voller Liebe gegenüber den Kindern, die allerdings auch nicht heutigen Kindern entsprechen in ihren Spielen und ihrer Kleidung. Aber das ist gar nicht schlimm, Empfindungen verändern sich nicht so schnell. Kinder heute können sich nicht mehr über eine Birne freuen und über den Tod eines alten Mannes weinen. Aber ganz klar können sie das!