Jens Rassmus:
Der wunderbarste Platz auf der Welt.

St. Pölten: Niederösterreichisches Pressehaus 2005.

ISBN 3-85326-291-0.
32 Seiten.
14,90  €.

Ab 03 Jahre.

 

 

Wenn man anders aussieht als die anderen, ist man häufig nicht willkommen. Das merkt jedenfalls der Frosch Boris, nachdem er vom schönsten Platz der Welt durch den Storch vertrieben wurde. Man muss schon kämpfen, um seinen Platz zu finden oder zu behalten, Boris!

Weg! Du bist anders!

Frisches, klares Wasser, saftige Fliegen, Sonne, leichter Wind, Seerosenblatt – was mehr will das Herz eines kleinen Frosches! In diese Idylle bricht das Unglück in Form eines großen Storches herein; Boris kann, wie die anderen Frösche auch, nur knapp entkommen. Gerettet.
Gerettet? Ja, wo soll er denn jetzt hin, unser Boris? Den ersten Tümpel beanspruchen die Karpfen, den zweiten die Kröten, den dritten die Enten. Hier versucht Boris dennoch sein Glück: Er klebt sich einen Entenschnabel an und steckt sich eine Feder in den Po. Ja, ein wenig ungewöhnlich sieht er schon aus, aber er ist deutlich eine Ente. Jedenfalls so lange, bis sich eine echte in ihn verliebt. Wieder muss er fort. Aber dann heißt es kämpfen. Und Boris findet einen Kampfesgenossen, siegt und zieht dennoch zurück. Dort aber ist sein neuer Freund der Fremde, der dort nicht hin gehört. Oder?

Im Text gibt es einige wenige Strichzeichnungen, die über das ganzseitige Bild auf der anderen Seite ein wenig hinausgehen, vorweg dem Text folgend oder auch hinterherhinkend. Die Bilder selbst sind grün gehalten (Frosch) und haben einige rote Stellen (Komplement: roter Schnabel, rotes Auge, rote Watschelfüße, roter Abendhimmel usw.).
Jens Rassmus verzichtet auf realistische Zeichnungen, lässt selbst Surrealismus in seine Bilder hinein, gliedert mit angedeuteten Linien, malt im Makrobereich wie in der Totalen. Dennoch fügen sich die Bilder der Geschichte, bleiben im Wesentlichen Illustration zur erzählten Geschichte. Offensichtlich ist ihm die Botschaft der Geschichte besonders wichtig.

Sie ist besonders wichtig.