Hans Christian Andersen / Arnica Esterl & Anastassija Archipowa:
Däumelinchen.

Esslingen: Esslinger (atelier) 2005.

ISBN 3-480-22101-7.
44 Seiten.
15,00  €.

Ab 03 Jahre.

 

 

Das bekannte Märchen von der Frau, die mit Hilfe einer Hexe ein Kind bekommt, das jedoch nicht größer ist als ein Daumen. Das Glück währt jedoch nur kurz, da Däumelinchen entführt wird und in einer wahren Odyssee letztlich im Süden ihre Bestimmung bei den Elfen erfährt. Wunderschöne pastellierte Bilder machen aus der Geschichte ein Kleinod.

Elfe

Das Märchen gehört zu den bekannteren von Hans Christian Andersen, und liegt hier in einer Nacherzählung von Arnica Esterl vor. Auch sie verwendet altertümlich anmutende Formulierungen, wie wir sie an Märchen so lieben: Das Mädchen ist „zart und fein“ und soll doch in das „Brautgemach“ der hässlichen Kröte. Der blinde Maulwurf „stattet“ ihr einen Besuch ab und will sie fern der Sonne in seinem Bau zur Frau nehmen. Däumelinchen webt der fast toten Schwalbe aus „Heu eine große, schöne Decke“ und legt „Staubfäden“ dazu. Und für den König der „Blumenelf“ ist sie „das schönste Mädchen, das er je gesehen hatte“. So muss er „sogleich“ um ihre Hand anhalten.

Die realistisch gemalten Bilder folgen der Geschichte mit dem glücklichen Ende. Däumelinchen trägt ein rosafarbenes Kleid, das auf dem roten Rosenblatt wirkt, als sei sie ein Teil dieser Natur. Sie trägt lange gewellte Haare, hat fast immer einen freundlichen Gesichtsausdruck und ist barfuss. Hässlich dagegen die gepockten Kröten, die das zarte Wesen entführen und sie dem Sumpf zuführen wollen.

Ein jedes dieser Bilder kann man sich auch gerahmt an der eigenen Zimmerwand oder der des Kinderzimmers vorstellen. Ein bisschen „heile Welt“ darf’s schon sein.