François & Jean Robert:
Gesichter.

Hildesheim: Gerstenberg 2005.

ISBN 3-8064-5080-7.
272 Seiten.
15,90  €.

Ab 03 Jahre.

 

 

Vorsicht: Die Bilder machen süchtig! Nach Betrachtung der Bilder des Buches ist man nicht mehr frei, die Welt zu sehen wie sie ist. Überall vermuten wir ab nun Gesichter, seien sie fertig oder im Wandel – und wir vermissen in den entscheidenden Momenten unsere Kamera. François Robert hatte sie immer dabei.

Punkt Punkt Komma Strich

Wenn die Bilder quadratisch sind, so sind sie auf der rechten Seite abgedruckt. Die linke bleibt dann zumeist frei – es sei denn, dass sich gegenseitige Betrachtungen ergeben (die Gesichter sind nämlich nicht nur frontal, oft auch im Profil erkennbar). Sind sie dagegen doppelseitig abgedruckt, so eben im Querformat fotografiert.
Die Gegenstände sind zumeist noch deutlich erkennbar und sind denkbar unterschiedlich, aus gänzlich unterschiedlichen Lebensbereichen: Blüten, Baumscheiben, Uhren, Scherengriffe, Spaten, Häuserfronten, ein altes Ampéremeter, Kerzen, eine (britische) Steckdose, eine Cellphone-Rückseite, ein Ausschnitt eines Thermometers, einer Laute, eines Gummibootes, eine Einkaufstasche, die Frontansicht eines Autos. Und noch vieles mehr.
Einiges musste auf den Kopf gestellt werden, damit wir das Gesicht entdecken, anderes fordert uns ein wenig heraus (Stethoskop), Rasierer, Scheunengiebel.

Wie gesagt: Süchtig machend. – Für Menschen, die nie ohne Kamera unterwegs sind, die sich gegenseitig immer wieder auf die Details im Leben aufmerksam machen, die gern schauen. Auch wenn es aus zweiter Hand ist.

Ein weiteres Quadrat-Buch ohne Worte aus dem Haus Gerstenberg, an dem man sich nicht satt sehen kann.