Peter Bergmann:
Eichhörnchen auf Besuch.

Oberhofen (CH): Zytglogge 2005.

ISBN 3-7296-0690-5.
44 Seiten.
24,00  €.

Ab 06 Jahre.

 

 

Bergmann erzählt aus seiner eigenen Umgebung. Er lebt in 1250 m Höhe am nahen Wald. Dort finden sich im Winter nicht nur diverse Vögel ein, denen er Futter gibt, sondern neuerdings auch zwei Eichhörnchen. Von diesen Begegnungen zeichnet und malt er und beschreibt darüber hinaus Wissenswertes.

Putzig und frech

Eine karge und schöne Gegend, in der schon mal bis Mai Schnee liegt. Da ist es selbstverständlich, dass man den Vögeln der Nachbarschaft hilft, über die harte Winterzeit hinwegzukommen. Bergmann streut Futter auf die Fenstersimse, in Vogelhäuschen, nagelt Speck fest oder hängt ihn unter dem Dachüberstand auf.
Als das erste Mal ein Eichhörnchen auftaucht, ist seine Neugier geweckt, auch die als Maler. Diese schnellen und scheuen Gesellen hat man nicht oft vor seinem Fenster, um sie als Modell zu nutzen. So entstehen also viele Bleistift-Skizzen, die er nutzt, um ganzseitige naturalistische Gouache-Bilder zu malen.

Zu jeder Seite findet er einen anderen Aspekt, der in dem längeren abgesetzten Text Eingang findet, so dass wir fast von einem Sachbuch sprechen können: Kobel, Aufziehen der Jungen, Nahrung, Fressfeinde, Schädling des Nutzforstes usw. So führt uns Peter Bergmann durch fast ein ganzes Jahr, beginnend mit der kalten Schneezeit und im Spätherbst endend.

Ein sehr schönes Buch für die ganze Familie, das man nicht nur ein Mal zur Hand nehmen wird.

 

P.S.     Bei dieser Gelegenheit lernt man auch einige schweizerische (?) Wörter kennen: innert (für innerhalb), aper (für schneefreier Fleck Erde), gleichentags, Rahmhäfeli und Milchkesseli sowie verunmöglichen. Schön, oder?