Jutta Langreuter (Text) & Quentin Greban (Bilder):
Die kleine Prinzessin und das Geheimnis des Drachen.

Düsseldorf: Sauerländer bei Patmos 2005.

ISBN 3-7941-5067-8.
32 Seiten.
13,90  €.

Ab 03 Jahre.

 

 

Ganz furchtlos steht auf der Titelseite ein kleines Mädchen mit Krone vor einem riesig großen rotbraunen Drachen. Der schaut gar nicht böse und speit auch kein Feuer. Ja, sein Blick ist eher verständnisvoll.

Drachen bewachen eine Prinzessin, oder?

Der kleinen Prinzessin ist nämlich langweilig. Wenn ihr langweilig ist, dann wird sie auch unleidlich. Und wenn sie unleidlich wird, dann müssen das aushalten: das Kinderfräulein, die Königin, der Koch, der Gärtner, der König und der Hofmarschall. Dem fällt ein letztes Angebot an die kleine Prinzessin ein: „Lilli ... du bist jetzt alt genug, dir unseren Drachen anzuschauen.“
Zuerst einmal war das eine richtige Überraschung, und dann kam es noch besser, denn der Drachen weiß Rat: Das Kind braucht ein anderes Kind als Spielkameraden! Gewusst, gemacht; ein Sohn des Gärtners ist in ihrem Alter, und sie stellen eine Menge Dinge an. Da kommt noch ein Mal der Hofmarschall ins Spiel, denn das Kind will auch ganz normale Eltern haben! Also müssen König und Königin auch lernen zu schimpfen.
Und Lilli weiß sich zu benehmen, denn ab und zu besucht sie den alten Drachen. Einmal gab sie ihm einen Kuss als Dank. „Da wurde der Drache ein bisschen rot. Denn ein Drache, alt oder nicht, hat da so ein inneres Feuer ...“

Eine schöne Geschichte genauso schön umgesetzt. Große Bilder und kleinere zusätzlich im Text, eine freundliche Misch-Maltechnik mit einem bisschen Aquarell, Brauntöne, skurrile und sehr sympathische Figuren, plakativ und zugleich angenehm. Da wird auch nicht hinterfragt, warum der König schon so alt ist und Lilli noch so klein. Sehr süß, wie sie da mit ihrem neuen Freund Oliver vor den großen Erwachsenen stehen.

Auch wenn Drachen nicht mehr das sind, was sie früher mal waren, so dürfen sie sowohl ihr Gnadenbrot essen als auch den einen oder anderen Rat geben.