Christa Kempter & Frauke Weldin
Herr Hase und Frau Bär. Immer Ärger mit Frau Bär

Zürich: Nord-Süd 2018

www.nord-sued.com

ISBN 978-3-314-10419-0

28 S * 15,00 € * ab 02 J

 

 

Frau Bär nervt Herrn Hase, aber erst als sie nicht mehr da ist, fehlt sie ihm. Manchmal lässt sich eine Handlung rückgängig machen.

Es tut mir leid

Eine Geschichte für die Kleinen, die gern auch mal krümeln oder sogar Honig verkleckern. Sie sind mit Frau Bär in guter Gesellschaft, die zwar immer gut gelaunt ist, aber mit ihrer Unordnung und ihrem Schnarchen dem Hausbesitzer, Herrn Hase, gewaltig auf die Nerven geht. Als Herr Hase beim Wegfegen der Krümel auch noch ausrutscht und sein Besen dabei den Vogel der Kuckucksuhr abbricht, reicht es Herrn Hase. Dass er ziemlich wütend ist und dabei auch noch den Honigtopf umwirft, verschärft seine schlechte Laune noch. Frau Bär ist beleidigt und versteht nur, dass sie hier wohl unerwünscht ist. Rucksack, Kuschelkissen, Kekse, Familienfoto und Honigtopf geschnappt und weg ist sie. Herr Hase kann sich ja eine andere Mieterin suchen. Endlich Ruhe!
Klar, dass das Herrn Hase schon kurz darauf gar nicht gefällt, aber wo mag Frau Bär sein?

Frauke Weldins Bär ist ein richtiger Kuschelbraunbär nach Teddy-Art mit freundlichem Mund und hellwachen kleinen schwarzen Augen. Herr Hase ist auch kein wirklich unangenehmer Typ, auch wenn er wohl wirklich einen kleinen Putzfimmel hat. Oft hat er einen Besen oder Staubwedel dabei und trägt eine tolle Pantoffelkreation an seinen großen Füßen, denn die Sohle besteht aus den Fasern eines Wischmobs. So bleibt der Fußboden immer schön sauber (es sei denn, man tritt gerade in den ausgekippten Honig).
Die Doppelseiten sind vor allem in Brauntönen gehalten, und die Illustratorin erzählt oft mehr als der Text es vorgibt. Einige kleine Mäuse dürfen im Haus mitspielen, die tropfnassen Pantoffeln hängen auf der Wäscheleine, Herr Hase liegt im gemütlichen Ohrensessel wie hingegossen bei seinem Nickerchen, die Telefone haben (noch) eine Wählscheibe und große Bären mit einem für sie viel zu kleinen Telefonhörer sehen witzig aus.
Eine schöne Geschichte also, die man gern immer mal wieder vorgelesen haben will, wenn Mutti schimpft, dass da schon wieder Krümel auf dem Fußboden liegen.

 

 

Ulrich H. Baselau für den "Wittmunder BilderBuchBär"en