Benjamin Flouw:
Die goldene Funkelblume

Aus dem Französischen von Odile Kennel
Berlin: Kleine Gestalten 2018

www.gestalten.com

ISBN 978-3-89955-803-6
344 S * 16,90 € * ab 05 J

 

 

Sich die Natur ins Haus holen, die Pflanze brechen und in eine Vase stellen, von Gästen bewunderte werden ob des schönen Blumenschmucks? Man kann sich auch anders freuen.

Sehnsucht nach der Schönsten

 

Fuchs lebt allein in einem Haus voller Pflanzen und blättert in einem Bestimmungsbuch. Alle seine Pflanzen sind darin aufgeführt – und noch viel mehr. Sogar von einer Pflanze aus der Familie der Gutversteckten wird berichtet, die offensichtlich noch niemand gesehen oder gar beschrieben hat. Es ist die goldene Funkelblume, die sofort seine Neugier weckt. Eine gute Ausrüstung für eine kleine Expedition wird vorbereitet. Am nächsten Morgen geht es in die Berge, wo auf dem Gipfel diese besondere Blume eventuell zu finden ist.
Der Bär weiß nichts Genaues und kann ihm nicht weiterhelfen, das Murmeltier findet er erst, nachdem ihm sein Cousin, der Wolf, für ein leckeres Sandwich bei der Suche unterstützt. Immerhin kommt der Fuchs bis zum Steinbock, der ihm jedoch von einer weiteren Klettertour abrät. Auf dem Gipfel gbe es nur Schnee und Eis, und keine Pflanze könne dort gedeihen. Doch der Fuchs lässt sich nicht von seinem Vorhaben abbringen. Als er dann tatsächlich die goldene Funkelblume findet, fasst er einen wunderbaren Entschluss, von dem wir alle lernen können.

Unterwegs lernen wir einige Bäume mit ihrem charakteristischen Blatt kennen und auf einer anderen Doppelseite einige Wiesenblumen. Die Bäume zeigen ihre je gut zu unterscheidenden Umrisse vor einer hellgrünen monochromen Hintergrundfläche, die zehn Wiesenblumen leuchten aus einer nachtschwarzen.

Die handelnden Tiere sind durch ihren aufrechten Gang und ihrer Kleidung vermenschlicht. Sie sind freundlich und sehr sauber, allen voran unser Fuchs mit seinen langen dünnen Beinen in den hellgrauen Hosen und dem gelben Regenmantel.
Die Flächen sind bewusst eckig gehalten und erinnern in ihrer einfachen Struktur an das Computerspiel „Minecraft“, bei dem alle Körper und Gegenstände bewusst unnatürlich als Würfel dargestellt sind.

Fazit: Die Darstellung ist recht ungewöhnlich und der Clou der Geschichte erfreulich und nachahmenswert.

 

 

Ulrich H. Baselau für den "Wittmunder BilderBuchBär"en