Bärbel Oftring & Jana Walczyk:
Schau mal, eine Schnecke!

Hildesheim: Gerstenberg 2018

www.gerstenberg-verlag.de

ISBN 978-3-8369-5606-2
32
 S * 14,95 € * ab 06 J

 

 

Ein ungewöhnlich aufgemachtes Sachbuch mit einem Thema, das auf den ersten Blick nicht mit Sympathie beladen ist. Aber auch Schnecken kann man mögen.

Schleimspur

Das Besondere an diesem Sachbuch sind die eingeklappten rechten Seiten, die unter dem erzählenden Text die Sachinformationen verbergen. Die fast zweiseitigen Illustrationen werden davon nicht betroffen. Sie sind fast realistisch gezeichnet und wirken trotz der leicht verwischten Optik sehr sauber. Vorherrschende Farben sind blasse Grüntöne, die sehr gut zum Thema passen, beseitigen die meisten Schnecken doch Abfälle und sorgen durch Kompostierung für einen gesunden Kreislauf in der Natur.

Bärbel Oftring spricht mehrfach „dich“ an, den „jungen Schneckenforscher“. Auf der anderen Seite wählt sie die „Hellmündige Bänderschnecke“ als Hauptobjekt des Themas aus, die auch „Garten-Schnirkelschnecke“ genannt wird und – im Gegensatz zu den meisten Nacktschnecken – mit ihrem geringelten kleinen Haus ein echter Sympathieträger ist. Der Text kommt ohne Überschriften aus, ein Register wird man ebenfalls nicht finden. Dafür aber viele kleine und interessante Details in den aufgeklappten Buchseiten, die ebenfalls je mit kleinen Zeichnungen versehen sind.

Das Sachbuch ist nicht nur für Selbstleser gedacht, und es ist nicht unwahrscheinlich, dass sich das Kind bei nächster Gelegenheit im Garten oder Park eine kleine Schnirkelschnecke auf die Handfläche setzt, um die feuchte Fußsohle bei der Fortbewegung zu spüren.

 

 

Ulrich H. Baselau für den "Wittmunder BilderBuchBär"en