Torben Kuhlmann:
Armstrong.
Die abenteuerliche Reise einer Maus zum Mond
Zürich: Nord-Süd 2016

www.nord-sued.com

ISBN 978-3-314-10348-3
128 S * 19,99 € * ab 04 J

 

 

 

 

Erster auf dem Mond! Armstrong heißt er, das wissen wir. Aber wissen wir auch, dass es eine Maus dieses Namens war, die zudem die Grundlagen legte, dass der Mensch gleichen Namens ihr folgen konnte? Hier finden wir den Beweis. Das dritte Bilderbuch von Torben Kuhlmann steht »Lindberg« (und »Maulwurfstadt«) in nichts nach. Aufregend und wieder unglaublich gut gezeichnet.

Der Mond ist kein Käse

Die kleine Maus, der die Menschen später den Namen »Armstrong« geben werden, wird trotz ihrer Beobachtungen des Mondes durch das Teleskop von den anderen Mäusen in New York nicht ernst genommen. Der Mond ein Stein? Jede Maus weiß, dass der Mond ein Käse ist, »gelb wie Gouda, dann weiß wie Camembert oder sogar rotorange wie Cheddar«. Enttäuscht und ganz allein entdeckt Armstrong, wir wollen die Maus jetzt schon so nennen, eine kurze Nachricht. Ein Treffen im Luftfahrtmuseum in Washington D. C. mit einer uralten Maus bestärkt ihn, sich in die Planung zu einem Mondflug zu begeben.
Zu lösen sind die Probleme um die Atmung im Weltall und auf dem Mond, um den Antrieb und um die Rückkehr. Da bleiben nach anfänglichen Erfolgen Rückschläge nicht aus. Die Menschen werden auf unsere kleine Maus aufmerksam, suchen sie mit Mann und Hund, und nur durch eine schnelle Entscheidung kann sie in den Weltraum starten.

Torben Kuhlmann siedelt die Bilder im Amerika der späten 1950er Jahren an. Das Cover ist in Brauntönen gestaltet, mit scheinbar abgestoßenen Ecken und Kanten: Eine Maus sitzt vor ihrer Weltraumkapsel inmitten des Smithsonian-Museums auf den schwarz-weiß gemusterten Fußbodenfliesen. Über ihr hängen von der Decke einige Flugwerke aus der Zeit der Pioniere. Auf dem Vorsatz wie auf vielen weiteren Entwürfen sind (in Art der Projektzeichnungen von Leonardo da Vinci) diverse Details in Weiß aus dem schwarzen Hintergrund gekratzt. Die Schrift in den Bildern ist Englisch, wie ja auch der Ort der Handlung. Der erzählende Text ist abgesetzt, ermöglicht so also auch eine Übertragung in weitere Sprachen (»Lindbergh« ist inzwischen in über 20 Sprachen erhältlich).

Die sehr sympathische kleine Maus mit dem starken Willen und ihr Erschaffer haben es mit diesem Buch verdient, zumindest auf die Auswahlliste des LesePeters zu kommen.

 

 

 

Ulrich H. Baselau für den "Wittmunder BilderBuchBär"en