Nikolai Popov:
Kwik & Kwak. Gib nie auf ...

Bargteheide: Minedition 2016

www.minedition.com

ISBN 978-3-86566-305-4
44 S * 14,95 € * ab 03 J

 

 

 

 

Der eine findet immer etwas Neues, was er ausprobieren möchte, der andere hat immer Bedenken, dass etwas schief gehen könnte. Es geht auch immer etwas schief, aber der erste macht daraus gleich ein neues Abenteuer. Wir reden von zwei Fröschen, die aber genauso gut Menschen sein könnten.

Bedenken

Interessant: Auf dem Titelbild steht »Kwik und Kwak«, auf dem Schmutztitel »Kwak und Kwik«. Popov stellt sich auf keine Seite der beiden Froschtypen, urteilt nicht, was richtig oder falsch sein könnte. »Kwak« deutet selbstverständlich auf den Laut hin, den Frösche so machen, »Kwik« klingt ausgesprochen wie das englische Wort für ‚schnell‘. Welcher der beiden welchen Namen trägt, wird nur indirekt deutlich durch die Farbe (roter Name – roter Anzug).
Sie leben am Wasser in einer Art von Bambushaus, die geknickten Blätter des Schilfgrases bilden den Anfang der Abenteuer. Kwik weiß nicht, was er tun soll, ihm ist langweilig. Da kommt Kwak mit einem Schilfblattboot und zwei Bambusstaken daher. »Das Leben ist voller Abenteuer, komm mit ...« ruft er. Sein Freund lässt sich überzeugen, stakt am Heck. Aber wie befürchtet, passiert ihm etwas. Sein Bambusstab bricht, nachdem er sich zwischen zwei Flusssteinen einklemmte. Kwak hat daraufhin gleich eine neue Idee: Wir machen aus unserem Blatt ein Ruderboot. Später wird daraus ein Segelboot, danach ...

Nikolai Popov stellt die beiden Frösche mit ihren gleichen, einteiligen Anzügen sowie das Hauptobjekt in den Mittelpunkt der Doppelseiten. Den Hintergrund belässt er oft undeutlich, einige Blumenblüten und Seepflanzen lenken kaum ab. Der Text ist extrem kurz und arbeitet oft mit drei Punkten am Ende, die allerdings den Satz auf der nächsten Seite nicht fortsetzen. Man soll sich auf die Geschichte und die beiden unterschiedlichen Charaktere konzentrieren.

Bestimmt können wir uns selbst einem der beiden (eher) zuordnen und/oder kennen im Kindergarten oder der Grundschule genügend andere Kinder, die wir in die eine oder andere Ecke stellen können. Gut, dass das Buch keinen der beiden Frösche bevorzugt oder mit dem Finger auf einen zeigt.

 

 

 

 

 

 

Ulrich H. Baselau für den "Wittmunder BilderBuchBär"en