Éric Battut:
Kuckuck Uhu

Aus dem Französischen von Julie Cazier
Köln: Tintentrinker 2016

www.tintentrinker.de

ISBN 978-3-946401-04-9
32 S * 14,00 € * ab 03 J

 

 

 

 

Auch Herr Battut findet keine wirkliche Antwort, wie die Nacht sich mit dem Tag verbindet. Ja, das Ende ist vielleicht sogar ein bisschen tragisch, denn das Kind vom Kuckuck (weiblich) und vom Uhu (männlich) ist – ja was eigentlich? Kuckuhu? Uhukuck?

Es ist der Uhu und nicht der Kuckuck

Zunächst hören sie nur die sanfte Stimme des anderen. Frau Kuckuck möchte diesen Vogel unbedingt kennenlernen. Genauso geht es Herrn Uhu: »Wir sind uns bestimmt ähnlich. Ich muss diesen Vogel kennenlernen.« Nachdem sie sich das erste Mal trafen, zeigen sie sich gegenseitig ihre Welt. Frau Kuckuck gefällt »am allerbesten« die Mondsichel, Herr Uhu findet am schönsten »wie die Sonne strahlt[e]«. Aus Neugier wird Liebe, ein Ei liegt in einem Nest und wird am Tag von Herrn Uhu, in der Nacht von Frau Kuckuck im Schlaf ausgebrütet.

 

Éric Battut kratzt in seinen farbdicken Hintergrund Strukturen und darüber mit recht grobem Pinsel wenige Objekte: Baum, Zaun, wenige grüne Pflanzen, Fuchs, Sonne, Mond, vor allem aber zwei weiße Vögel mit schwarz angedeuteten Federn und dunkel gelbem Schnabel. Herr Uhu ist ein wenig größer als Frau Kuckuck und erkennbar an seinen dreieckigen spitzen Ohren.

 

Es ist also doch möglich, dass ein Romeo-und-Julia-Thema gut ausgeht, auch wenn dem Autor ebenfalls kein schlüssiges Ende für etwas Drittes zwischen Tag und Nacht, zwischen Uhu und Kuckuck eingefallen ist.

 

 

 

 

 

 

Ulrich H. Baselau für den "Wittmunder BilderBuchBär"en