Jean-Vincent Sénac:
How to draw animals a chicken (
Hühner zeichnen)

Aus dem Englischen von Birgit Franz
München: Prestel 2016

www.prestel.de

ISBN 978-3-7913-7247-1
36 S * 9,99 € * ab 03 J

 

 

 

 

Das kleine Buch wird sowohl dem Titel gerecht – man lernt Hühner zu zeichnen –, ist dabei ausgesprochen humorvoll und zugleich auch noch Kunst, und nicht nur „Kunst für Kinder“. Kleines Buch, großes Gelingen.

Wenn Zeichnungen lebendig werden

Ein Huhn zu zeichnen ist nicht schwierig. Man zeichnet ein kleines Dreieck, und schon hat man einen Schnabel. Zwei Striche für die Beine und je drei für die Zehen. Fertig! Da beginnt das Schnabeltier doch tatsächlich selbst zu sprechen, machen sich die Bilder selbstständig! Der Schnabel will gefälligst zu einem Körper gehören! So wird aus einer geplanten Zeichen-Anleitung ein Zwiegespräch zwischen dem Zeichner und seinen Figuren, aber auch zwischen den Figuren selbst.
Ganz nebenbei lernen wir auch noch, wie man Hühner zeichnet. Das ist gar nicht so schwierig. Zuerst zeichnet man ein kleines Dreieck ...

 

Das kleine quadratische Buch macht sich über sich selbst lustig, macht ernst, indem es sich selbst nicht zu ernst nimmt. Der Erfinder und Zeichner der Geschichte macht neben Büchern und Spielzeug für Kinder auch Daumenkinos – und in der Tat kann man sich sehr gut vorstellen, mithilfe seinen Anweisungen eine eigene Daumenkino-Geschichte zu erstellen. Der Franzose hat das Buch im Auftrag der Tate Gallery in London in englischer Sprache erstellt, die nun in deutscher Schreibschrift so daher kommt, als sei es eben genau so geschrieben worden.
Der englische Titel bleibt auch in der deutschen Fassung erhalten, hat zudem ein durchgestrichenes Wort (animals), was Probleme bei den offiziellen bibliographischen Angaben macht. Der deutsche Titel ist in Klammern und in anderer Farbe auf dem Titelbild darunter gesetzt.

 

Kunst? Kunst.

 

 

 

 

 

 

Ulrich H. Baselau für den "Wittmunder BilderBuchBär"en