Susanne Timbers:
Das vergessliche Eichhörnchen

Bargteheide: Minedition 2016

www.minedition.com

ISBN 978-3-86566-267-5
28 S * 14,95 € * ab 03 J

 

 

 

 

Anhand einer Geschichte um das Eichhörnchen, den Igel, den Siebenschläfer, den Eichelhäher und die Rauchschwalbe wird das Verhalten einiger Tiere im Winter bei uns erzählt: vom Wegzug über Vorräte anlegen und aufbrauchen zu Winterruhe und Winterschlaf.

..., dann hast du in der Not

Das Eichhörnchen ist die Hauptperson. Es ist schon älter und ihr Gedächtnis funktioniert nicht mehr so gut. Deshalb hat es auch Mühe, sich den Ort ihrer Nahrungsverstecke zu merken. Außerdem bemerkt es nicht, dass es beim Anlegen der Vorräte beobachtet wird. Der Eichelhäher freut sich schon darauf, die Früchte der Arbeit des Eichhörnchens ernten zu können, denn beide haben die gleichen Vorlieben, nämlich Nüsse und Eicheln.
Susanne Timbers erzählt von den Freundschaften zwischen den Winterschläfern Siebenschläfer und Igel, die sich ihre eigene kleine Höhle mit wärmenden Materialien auspolstern und ihre eigene Körpertemperatur herunter kühlen werden, damit ihre angefressenen Fettvorräte bis zum Frühling ausreichen. Das Eichhörnchen selbst muss immer wieder aufwachen und ihre Reserven auffrischen. Doch welch ein Schreck! Sie findet ihre Nüsse nicht mehr. Jemand hat die Nüsse gestohlen. Muss das nunmehr schon recht alte Eichhörnchen verhungern und erfrieren?

Susanne Timbers hat eine Ausbildung für ‚Wissenschaftliches Zeichnen‘, was man den wunderbaren Illustrationen anmerkt. Die Tiere sind in ihren Bewegungen eingefangen und nur ganz dezent ‚vermenschlicht‘, wenn zum Beispiel das Eichhörnchen nachdenkt und versucht, sich zu erinnern, oder Siebenschläfer und Igel ihre Pfoten wie Finger nutzen und auf etwas hinweisen oder vorschlagen, ein Spiel zu spielen. Ihr Text ist dagegen schon deutlicher auf menschliches Verhalten angelegt, auf Freundschaft und Diebstahl, Hilfe, Einsicht, eine gemeinsame Mahlzeit und Wiedersehensfreude.

Sie zeichnet mit sehr feiner Feder die Konturen auf die gefärbten Flächen, rundet knorrige Bäume durch Schraffur und setzt reflektierende Lichtpunkte in die schwarzen ‚Knopfaugen‘ der Tiere.

Die Biologin Tanja Dietrich legt am Schluss in kurzen Abschnitten auf einer Doppelseite den wissenschaftlichen Sachverhalt noch einmal dar und Susanne Timbers zeichnet den Eichelhäher und die drei Schläfer an/in einem Baum dazu.

 

Kinder ab drei Jahre können die Geschichte gut verstehen – vorzugsweise, wenn es draußen schneit und ein kalter Winterwind weht.

 

 

 

 

 

 

Ulrich H. Baselau für den "Wittmunder BilderBuchBär"en