Chris van Allsburg:
Das Z zerplatzt.

Aus dem Englischen von Ebi Naumann.
Hamburg: Carlsen 2005.

ISBN 3-551-51645-6.
56 Seiten.
18,00  €.

Ab 05 Jahre.

 

 

 

Boah! Nichts mit „Ach, schon wieder ein Alphabet-Buch“ wie man sie kennt. Hier möchte man sich ganz sicher jedes einzelne Bild rahmen lassen, vergrößern, an die Wand hängen. Die einzeiligen kurzen Texte geben einen Bonbon dazu.

Bühne frei für’s Alphabet

Die Alphabet spielt auf einer Bühne, zur „Aufführung gebracht vom Caslon-Ensemble“. Je einen Buchstaben sieht man großformatig auf der rechten Bühnenseite in schwarz-weiß gedruckt, grobkörnig und fotorealistisch, während links der Text sich erinnert ob des letztlich laut angekündigten Buchstabens. Also hat das A keinen Text, es steht mit zwei breiten Füßen nur hell da auf der Bühne, während zwischen den Vorhängen viele Felsbrocken nach unten stürzen. Sein Text folgt auf der Rückseite, der Text für das B auf dessen Rückseite. Beide Texte kommunizieren miteinander, reimen sich.
Die Bühne wird im folgenden (fast) immer gleich sein: Ein ca. 18x15 cm großes Rechteck ‚ruht’ auf einem etwas breiterem Kreisabschnitt, eine wackelige Angelegenheit also, die oft nur mit Mühe in Waage gehalten werden kann. „Auf’s A ein Anschlag – so fängt’s an.“ So lautet der erste Text, aber der Blick ist längst gefangen von der Hundeschnauze auf der Bühne, die dem B bereits die Ecke oben links raubte.
und so geht es jedem Buchstaben. Dem einen wird Span um Span die Form abgehobelt, das andere ins Wasser geworfen. Einer verbrennt, einer wird zertreten. Aufbrechen, Verstecken, Riesig-groß-werden, Geklaut-werden, von einer Krähe angepickt, Gevierteilt, Gefesselt, Entwurzelt, Weich-werden und so weiter. Van Allsburg sind viele Zerstörungsarten eingefallen. 26 Stück, um genau zu sein.