Hazel Lincoln:
Hab keine Angst, Nanuk

Aus dem Englischen von Michael Stehle.
Illustrationen von Hazel Lincoln.

Stuttgart: Urachhaus 2004.

3-8251-7480-8
32 Seiten
11,90 €

Ab 3 Jahre

 

 

Auch in einer Welt voller Schnee und Eis bedarf man der Sonne. Dem kleinen Eisbären Nanuk dauert die Zeit der ewigen Nacht zu lange. Er macht sich auf die Suche nach der Sonne.

Sonne

Niedlicher kleiner Eisbär entfernt sich von seiner Mutter aus der Eishöhle, denn es ist schon so lange her, dass die Sonne hier schien. Er vermisst sie so, dass er sich auf die Such macht. In der Weite des arktischen Nordens ist er zunächst ganz allein, folgt dem Nordlicht, das er zunächst für ein Zeichen der Sonne hält. Dann aber trifft er nacheinander das Caribou, die Robbe, den Walfisch. Alle unterstützen ihn ein bisschen auf seiner Suche, aber die Sonne kommt letztlich von ganz allein, gerade, als er endlich wieder zurück ist bei seiner Mutter.

Hazel Lincoln zeichnet einen niedlichen kleinen Eisbären in einer Welt aus Schnee und Eis. Er scheut sich nicht, warmes und nebenan kaltes Eis gegeneinander zu setzen, indem er entsprechende Blautöne verwendet. Sehr süß, wie Eisbär-Mutter und –Kind miteinander umgehen, kuscheln, wie der kleine Nanuk sich wohl fühlt zwischen ihren Armen. Und doch will er schauen, wo die Sonne bleibt. Er verlässt dieses warme Nest für eine Idee, eine Hoffnung.
Ja gut, das ist „heile Welt“, wenn der Eisbär mit Caribou, kleiner Robbe und Wal redet und der letztere diesen auch noch mit seiner Eisscholle an Land schubst. Der Süßlichkeit wirken aber die krassen, oben bereits erwähnten Blautöne entgegen. Das ist mutig, hat eine fremde Wirkung und schafft eine ganz eigene Atmosphäre.

Eine schöne kleine Geschichte über das, was wir alle brauchen: Licht und Sonne. Und (Mutter-) Liebe.