Heinz Janisch & Jörg Mühle:
Was der Weihnachtsmann alles kann

Hamburg: Carlsen 2013

www.carlsen.de

ISBN 978-3-551-51800-2
28 S * 6,99 € * ab 03 J

 

 

 

 

Ein kleines, zwanzigzeiliges, paarweise gereimtes Gedicht und herrliche Bilder machen uns den Weihnachtsmann  n o c h  sympathischer. Wenn es doch nur endlich soweit wäre, dass er «jeden von uns reich beschenken» darf!

Weihnachtsmänner können sehr viel mehr

Beiden, Autor wie Illustrator, sitzt der Schalk im Nacken. Heinz Janisch reimt paarweise und setzt damit Situationen nebeneinander, die sonst wenig gemeinsames haben: springen und alte Schlager singen, einen Salto zeigen und auf den Leuchtturm steigen. Damit öffnet er ein großes Spektrum an möglichen täglichen Situationen (herrlich: Oma tanzt Tango mit dem Weihnachtsmann!) – und die nutzt Jörg Mühle für ebensolch humorvolle Bilder, die bewusst einfach gehalten werden.
Wenn Janisch von «springen» schreibt, so zeichnet Mühle einen Weihnachtsmann im Stab-Hoch-Weitsprung über die Elche / Rentiere, und das letzte weiß offensichtlich, dass der Weihnachtsmann nicht immer über alle springen wird. Das bekommt dann das letzte Tier zu spüren, leider. Und das tut weh! Dafür dürfen die Zugtiere des Schlittens die Tangomusik mit Gitarre und Akkordeon spielen, und sie dürfen vor Aufregung sogar freudig mit dem kleinen Stummelschwänzchen wedeln, wenn es dann endlich losgeht zur Bescherung.

Ein ideales kleines Mitbringselbuch für die Vorweihnachtszeit für Kinder zwischen zwei und sechs Jahren, wobei sich die Erwachsenen auch noch amüsieren dürfen: Was mag wohl der Weihnachtsmann als venezianischer Gondolieri singen? Wovon träumt der Weihnachtsmann wohl unter der Palme auf der Südsee-Insel? Was mag nur in dem großen grauen Sack stecken, den er zumeist dabei hat?

 

 

 

Ulrich H. Baselau für den "Wittmunder BilderBuchBär"en