Jan von Holleben, Michael Madeja & Katja Naie:
Denkste?!  
-  Verblüffende Fragen und Antworten rund ums Gehirn

Stuttgart: Gabriel bei Thienemann 2013

www.thienemann-verlag.de

ISBN 978-3-522-30347-7
184 S * 16,99 € * ab 03 J

 

 

 

 

76 Fragen, viele höchstens eine Seite lang, warten auf die Leser. Nein, natürlich nicht, es sind die Antworten auf diese Fragen und die vielen sehr ungewöhnlichen Fotografien, die unser Gehirn fordern, sich mit sich selbst zu beschäftigen. Da das Unterfangen aber sehr kurzweilig gestaltet ist, macht das richtig Freude. Und Lernen tut auch hier nicht weh. Das Gehirn selbst empfindet keinen Schmerz.

Gehirnzellen und Popcorn

Jan von Holleben fotografiert die von ihm inszenierten Situationen, um Erkenntnisse rings um das Thema «Gehirn» spannend zu visualisieren. Dabei helfen ihm vor allem einige Kinder, diverse – zumeist bunte – Gegenstände, ein glatter Fußboden und eine Leiter. Er fotografiert seine Szenen oft von oben, damit wir die Fotos nicht «gewöhnlich» finden. Das Fahrrad scheint auf dem Hinterrad zu stehen, das Kind fast zu schweben, während es drei kleine Reifen auf der Stirn und mit einem Fuß einen Ball balanciert, in der einen Hand ein Buch hält und mit dem Rad Slalom durch einen Hütchen-Parcours zu fahren. Thema: «Wie viel kann man auf einmal denken?»

Überschriften zu 10 Kapiteln gliedern das Thema, die einzelnen Teile sind zumeist um die 10 Seiten lang, wobei die Fotos den größten Teil einnehmen, mehrere Texte sich manchmal eine (Doppel-) Seite teilen.

Auch wenn ein Kind das Buch in die Hand nimmt, um sich die Fotobilder anzuschauen, wird es nicht umhin kommen, die Überschriften zu lesen, den Text wenigstens kurz anzulesen – und schon ist es mitten drin in einem Sachtext, der dem Untertitel des Buches sehr gerecht wird: Verblüffende Fragen und Antworten rund ums Gehirn.

 

Das Sachbuch mit den vielen Bildern ist mithilfe der «Hertie-Stiftung» entstanden, für die auch die beiden Hirnforscher Michael Madeja und Katja Naie arbeiten. Sie ist «der größte private Förderer der Hirnforschung in Deutschland» und hat hier ein sehr informatives und kurzweiliges Projekt unterstützt.

 

 

 

 

 

 

Ulrich H. Baselau für den "Wittmunder BilderBuchBär"en