Norman Messenger:
Das Land ManGlaubtEsKaum

Aus dem Englischen von Katharina Orgaß & Gerald Jung
Hildesheim: Gerstenberg 2013

www.gerstenberg-verlag.de

ISBN 978-3-8369-5708-3
32 S * 16,95 € * ab 03 J

 

 

 

 

Ganz wunderschöne und fantasievolle Bilder, realistisch wie in alten und teuren naturwissenschaftlichen Büchern, beweisen: Dieses Land muss es wirklich geben, man mag es glauben oder nicht. Die Darstellung in Form eines Sachbuchs, die ausklappbaren Seiten mit den ausgeklügelten übergreifenden Bildern sind ein weiterer Hinweis auf die Wahrheit dieser Behauptung.

Besteckbaum und Vogelfisch

Norman Messenger hat einen sprechenden Namen, er überbringt Botschaften. Diese stammt laut seiner Einführungsseite von seinem Besuch der sagenhaften und recht flüchtigen Insel, auf der es Dinge gibt, von denen viele Menschen noch nicht einmal hörten. Er hat sie aufzeichnen können und bietet sie nun uns in zwölf Tableaus dar. Die Darstellung der Insel zeigt uns, dass auf ihr nicht nur Wundersames zu finden ist, sondern sie selbst die Form eines Tieres, eines sitzenden Hundes hat.

Die nun folgenden Einzelheiten aus dem Dorf, den Wäldern, dem Meer, den Gärten, den Schären, dem Blumental wie dem Bücherberg lassen nicht nur die Kinder staunen, sondern auch die Erwachsenen. Sie scheinen einem Füllhorn von Ideen entsprungen zu sein und bringen ganz unterschiedliche Gegenstände oder Körper zusammen. Dabei sind einige eher unheimlich oder gruselig (der unheimliche Totenhandbaum, der übellaunige Knotenaal, der blutrote Berg, der Fürchterliche Planschfisch), andere einfach ungewöhnlich (die Doppelrahmkuh, der Katzenwels, der Vielflügelige Papagei) und noch andere ausgesprochen praktisch (der Zwiebel-Möhren-Strauch, der Besteck- und der Ziegel- und der Schiffsbaum, der auch das Titelbild ziert, der Langschnäblige Flachzangen-Kormoran).

Den liebevoll gezeichneten Wesen entspricht die liebevolle Aufmachung des Buches. Die kurzen Texte sind in einer kursiven Schreib-Druckschrift gesetzt, sind aber nicht «sachlich», sondern sie beziehen sich oft auf das Erlebnis des Autors und Illustrators.

Jede der Seiten ist auf einer Seite (zumeist rechts) noch halb ausklappbar und auf der einen wie auf der anderen sehr geschickt bedruckt, sodass die 32 Seiten deutlich erweitert werden. Es gibt so viel zu gucken, und man wird so häufig angeregt, dass sich eigenes Tun oder Spielen unmittelbar anbietet – auch wenn man nicht annähernd so gut zeichnen kann, wie Norman Messenger, der Bote.

 

 

 

 

 

 

Ulrich H. Baselau für den "Wittmunder BilderBuchBär"en