Andreas H. Schmachtl:
Josefine Meerschwein träumt vom Meer

Würzburg: Arenas 2013

www.arena-verlag.de

ISBN 978-3-401-07688-1
28 S * 12,99 € * ab 03 J

 

 

 

 

Wie stellt man sich etwas vor, das man noch nie sah? Josefine jedenfalls kennt eine Reihe von Adjektiven, die sie dem Meer zuordnet, über das ihre Rasse einst kam und dessen Namen sie trägt: M e e r schweinchen. Das ist vom Text her sehr lustig und von den Bildern noch viel mehr. Josefine ist nicht nur naiv, sondern auch allerliebst und sehr sympathisch!

Das Meerschwein auf der schwimmenden Insel

Josefine Meerschwein hat alles: regelmäßig das beste Futter, frisches Wasser, einen Auslauf. Beim Vor-sich-hin-Mümmeln lässt es sich auch noch trefflich träumen, zum Beispiel vom Meer. Wie mag es aussehen? Ganz gewiss ist es groß, bestimmt viel größer als der Käfig! Und es duftet, ganz sicher duftet es nach Vanille und Zimt und «köstlich trockenem Heu». Schnell wird es auch noch sein und drin fliegen kann man und dem rauschenden Klang lauschen. Vielleicht ist es auch behaglich und lecker, und man kann viele Abenteuer erleben und viele Freunde gewinnen. «Ach», so endet jede Vorstellung im Text, «das [...] Meer ist wunderbar.»

 

Und vor allem ist es das Meerschweinchen selbst, das wunderbar gezeichnet ist: klein, weiß, kurze Arme und Beine, oft menschlich nur auf den Hinterbeinen stehend. Füße und Hände sind wie die (Schlapp-) Ohren braun gezeichnet und das Fell ist leicht struppig. Die Wiedererkennung von Josefine aber liegt an ihren breiten hellbraunen Augenringen. Zu den zwölf dargestellten Situationen auf je einer Doppelseite des querformatigen Buches hat der Autor und Illustrator bei den Bildern eine Reihe von kleinen witzigen Ideen umgesetzt, vor allem aber ein tolles und überraschendes Ende gefunden.

 

 

 

 

 

 

Ulrich H. Baselau für den "Wittmunder BilderBuchBär"en