Agnès de Lestrade & Guillaume Plantevin:
Die Geschichte vom Elefanten ...

Aus dem Französischen von Tobias Scheffel
Weinheim: Beltz 2013

www.beltz.de

ISBN 978-3-407-79547-2
36 S * 12,95 € * ab 03 J

 

 

 

 

Wie soll man schlafen können, wenn die ganze Nacht im Baum über dem Schlafplatz eine Fledermaus «krrsch, krrsch» macht? Mit der schlechten Laune des Elefanten, dem genau das passiert, beginnt ein wilder Reigen, der genau dort endet, wo alles begann. Wer «Ein Hund lief um die Ecke ...» mag, der wird auch diese endlose Geschichte mögen, zumal sie auch noch witzig illustriert ist.

Die Zeit ist ein Kreis

Schlecht geschlafen, schlecht gelaunt. Da kann man auch schon mal ungerecht sein. So geht’s dem Elefanten, so geht’s dem Affen und so geht’s all den anderen Tieren, eins kleiner als das vorige. Ärger geht man am besten aus dem Weg – und lässt ihn am nächst Schwächeren aus. So könnte man denken. Hier aber ist, das weiß man doch, der Kleinste gleichzeitig der, der dem Stärksten Angst bereiten kann. Elefanten zum Beispiel haben vor nichts Angst, außer – natürlich – vor Mäusen. Und so beginnt man am Ende des Buches wieder von vorn. Und nach dem zweiten Lesen und Anschauen, beginnt man ...

Der Text ist entsprechend gestaltet. Eine ganze Weile lang wird der vorhergehende Text zitiert und anschließend alle beide und anschließend ... wird irgendwann darauf verwiesen. Kinder können das sehr schnell ergänzen, und man kann ja mit dem Umblättern ein wenig warten.

 

Die Bilder scheinen wie übereinander gelegte Folien, jedoch sprechen die zum Teil ausfasernde Ränder zwischen den Flächen für eine andere Technik. Die Tiere werden fast karikaturenhaft abgebildet. Die Schlange ist gelb-orange gestreift, je mit ebenso dicken schwarzen Linien getrennt, der Affe ist gelb mit orangefarbener Kopfumrandung und dunklem Gesicht, seine Arme sind deutlich länger als die Beine. Der Text ist zumeist über die Bilder der Doppelseiten gelegt und farblich so gestaltet, dass sie sich vom Hintergrund deutlich abhebt. Da macht auch das erste Rondo gleich nach dem Ende des Buches Spaß und morgen auch noch.

 

 

 

 

 

 

Ulrich H. Baselau für den "Wittmunder BilderBuchBär"en