Elisabeth Steinkellner & Michael Roher:
Papilios Welt

Wien: Picus 2013

www.picus.at

ISBN 978-3-85452-170-9
28 S * 14,90 € * ab 04 J

 

 

 

 

Der kleine Junge träumt sich Flügel und er lässt acht Menschen teilhaben an seinem Traum. In einer Zeit, in der die jugendlichen Leser Dystopien lesen, finden wir hier die Utopie einer «guten» Welt. Die ist allerdings von nicht ganz einfach zu verstehenden Bildern dargestellt und auch weniger spannend als die andere.

Papilio [lat.] heißt Schmetterling

Warum Papilio so heißt wie der Schmetterling auf Lateinisch, wird nicht ganz klar. Zwar trägt der Junge Flügel und auf dem ersten Bild begleiten den Fliegenden drei plakativ dargestellte Schmetterlinge. In der restlichen Geschichte tauchen sie weder als Art noch als Individuum auf.
Papilio versammelt acht unterschiedliche Personen und fordert sie auf, sich mit ihm eine Welt vorzustellen, in der alle dort leben, «wo sie sich zu Hause fühlen», in der alle nur das arbeiten, «was sie gut können und gerne tun» und so weiter. Alles wird positiv ausgedrückt, aber am Ende nennen die Acht ihre Bedenken und verlassen den Jungen. Nein, das rothaarige Mädchen bleibt bei ihm.

Die Bilder sind in Mischtechnik hergestellt, die Personen ähneln mehr Karikaturen als real lebenden Menschen und sind selten «schön». Auffällig sind die weißen Flächen mit den vielen kleinen Punkten, die eher einen «schmutzigen» Eindruck machen. Sie sind vor einfarbige Flächen gestellt, einige davon sind gemustert und als Collage aufgeklebt.

Obwohl die Art der Darstellung längst nicht mehr avantgardistisch ist, entsprechen sie doch nicht den Sehgewohnheiten von Dreijährigen. Da auch keine Geschichte mit Spannungsbogen und/oder Überraschung erzählt wird sowie der Preis (auch noch für nur 28 anstatt der üblichen 32 Seiten) relativ hoch ist, bleiben nur 2,5 von 5 möglichen Punkten als Bewertung.

 

 

 

 

 

 

Ulrich H. Baselau für den "Wittmunder BilderBuchBär"en