Kazuo Iwamura:
Familie Maus macht Frühstück

aus dem Japanischen von Hana Christen
gereimte Texte von Rose Pflock
Zürich: Nord-Süd 2013

www.nord-sued.com

ISBN 978-3-314-10131-1
32 S * 14,95 € * ab 03 J

 

 

 

 

Die kleine Geschichte aus einer heilen Welt erzählt, was die Mäusefamilie mit den zehn Kindern und den beiden Großeltern für ein gemütliches Frühstück im Freien alles anstellt. Die Grundstimmung ist freundlich, liebevoll, (fast) jeder hilft mit und die ganz Kleine darf noch eine Träne vergießen, bis sie von einem der Brüder nach Hause getragen wird. Nesthäkchen eben. Süße Bilder mit kurzem, gereimtem Text.

Großfamilie

Das Original vom japanischen Illustrator Iwamura ist – im besten Sinn des Wortes – ‚süß‘. Seine Mäusefamilie kennt wohl keine lauten Worte, selbst die Kleinste drückt nur leise Tränen aus ihrem Auge, weil sie nun nicht mehr in dem von Himbeeren gefüllten Korb getragen werden kann. Aber keine Angst, der älter Bruder trägt sie natürlich auf seinem Rücken und die anderen Geschwister verteilen die Tragelast. Jeder hilft mit, alles ist sauber, es gibt keine Konflikte, die Wohnung ist einfach und akkurat eingerichtet, die älteren Kinder sorgen sich um die jüngeren und jeder darf dabei auch noch ein Individuum sein. Das sind Utopien, die sich erfreulicherweise als angepeiltes Ziel anbieten.

Die Bilder sind nicht experimentell, nutzen sowohl Versatzstücke des Waldes, wie wir uns vermenschlichte Mausfamilien vorstellen und zeigen Licht, Sonnenstrahlen durch die hohen Bäume. Der Rot-Grün-Komplementärkontrast der Natur wird entsprechend wiedergegeben, sei es die Glut des Feuers auf dem grünen Boden, seien es die Beeren für das Frühstück in den grünen Blättern.

 

Rose Pflock, Jahrgang 1929, hat die Übersetzung in kurze, paarweis gereimte Verse gesetzt, die den klassischen Versmaßen entsprechen und hat sich nur einmal mit dem Bild widersprochen, denn ein Brunnen wird von Grundwasser gespeist, ein von außen gefülltes Fass gehört zur Traufe.
Das tut den niedlichen Bildern selbstverständlich nichts. Wer will, kann sich einen Mäuserich oder eine Maus aussuchen, die er gern sein möchte. Dort und so leben möchten wir allerdings wohl alle, irgendwie.

 

 

 

 

 

 

Ulrich H. Baselau für den "Wittmunder BilderBuchBär"en