Silke Antelmann & Matthias Lehmann:
Frau Gute Miene sucht ihr spurlos verschwundenes Glücksgefühl

Leipzig: LeiV 2013

www.leiv-verlag.de

ISBN 978-3-89603-417-5
64 S * 10,90 € * ab 04 J

 

 

 

 

Ein bunter Reigen verschiedener Personen beginnt mit dem Verlust eines Glücksgefühls und endet mit vielen Freunden und Feierlaune in einem Elfenbeinturm. Eine schöne, lustige Geschichte mit Bildern, an die man sich gewöhnen kann.

Freundschaft

Der Hund heißt November. Ihm ist immer kalt, sagt er, und wir können das bestätigen, denn ihm hängt immer ein Tropfen von der Nase herunter. Seinen Freunden war er zu «kalt und grau», und so verschwanden sie auf der Suche nach «etwas Warmem und Bunten», die beiden mit dem Namen Oktober (Specht, bunt) und Dezember (Katze, dick). Der Polizist heißt zwar «Habichdich», aber seine Bemühungen sind eher erfolglos, obwohl sich zum Schluss doch alles zum Guten wendet. Dem Dirigenten und Chorleiter ist sein Chor abhanden gekommen, denn er hat seinem Namen «Lieber Gesangsverein» alle Ehre gemacht. Da braucht man als Sänger mal eine Pause. Verbindende Person ist die Prinzessin Lewunia. Ihr war im Elfenbeinturm bei ihrem Vater, König Bruno, so langweilig, dass sie sich auf die Suche nach einem neuen machte.

So wie die in blassem Braun gedruckte Schrift sind auch die Bilder ein bisschen gewöhnungsbedürftig, passen dann aber im Lauf der Handlung immer besser dazu. Fast alle bunten Flächen sind ohne Pinsel-Duktus, räumlich werden sie durch ebensolche etwas dunkleren Flächen. Sie können durchaus, wenigstens teilweise, am Computer entstanden sein. Die Personen sind weder schön noch dienen sie zur Identifikation, werden aber immer sympathischer, sodass man zum Schluss bedauert, nicht Teil dieser Suchmannschaft gewesen zu sein. Dann hätte man mitfeiern können, und vielleicht hätten die vier Erwachsenen uns auch beim Mau-Mau mitspielen lassen.

 

Wegen einiger Andeutungen und Hinweise auf Märchen sowie auf die Alltagswelt von Erwachsenen ist ein (Vor-) Lesealter erst ab vier Jahren angebracht.

 

 

 

 

 

 

Ulrich H. Baselau für den "Wittmunder BilderBuchBär"en