Antje Damm:
Clara und Bruno

Wien: Annette Betz bei Ueberreuter 2013

www.annettebetz.de

ISBN 978-3-7641-3000-8
28 S * 14,95 € * ab 03 J

 

 

 

 

Eine Geschichte mit zwei „Personen“, die sich selbst genügen, die sich lieben und mögen. Doch der eine ist alt geworden, der Hund. Ihm fällt der tägliche Spaziergang schon schwer. Und kalt ist es auch draußen. – Eine Geschichte darüber, dass man sich mit der Liebe auch auf möglichen Verlust einlassen muss.

Paar

Bruno ist ein Hund. Claras Hund. Clara liebt Bruno. Bruno liebt Clara. Bruno ist alt. Er möchte gar nicht mehr so viel herumtollen. Bruno liebt den warmen Ofen. Clara liebt den salzigen Seewind auf der Klippe. Bruno hat keinen Hunger mehr.

So knapp schreibt Antje Damm ihre Geschichte einer Liebe, die ihr Ende finden wird, findet. Das fordert Tränen und Traurigkeit, aber das ist eben der Preis der Liebe. Umgekehrt kann es nicht sein, den Verzicht auf Liebe zu fordern, damit man anschließend nur nicht traurig ist. Es bleibt ja doch mehr als das Nichts nach dem Tod. Das zeigt das Ende des Buchs, und man ist selbst nicht mehr so traurig.

 

Den kurzen Sätzen entsprechend lässt die Autorin und Illustratorin viel Platz in ihren Bildern, in denen sie nicht besondere Sorgfalt auf Perspektive legt, sondern mehr auf die kleinen Dinge, die gerahmten Bilder an der Wand, die vielen Kleinigkeiten auf dem Strand mit den vielen Steinen, die Schnecken auf dem Kohl oder die Käfer oder die die Unterwasser-Stein-Komposition mit leerer Flasche oder die Bioschlachterei von Else (dürfen da tatsächlich Hunde mit rein?).

Das wichtige und nicht alltägliche Thema geht Antje Damm anders an als vergleichbare Bücher. Das sieht man schon auf dem Titelbild, auf dem wir Clara sehen und Bruno, aber beide von hinten. Das ist einerseits abweisend uns gegenüber, zeigt aber, dass die beiden noch eine ganze Weile ein „Paar“ sind und bleiben werden.

 

 

 

 

 

 

Ulrich H. Baselau für den "Wittmunder BilderBuchBär"en