Nadia Budde:
Großstadttiere

Berlin: Jacoby & Stuart 2013

www.jacobystuart.de

ISBN 978-3-941087-85-9
140 S * 18,00 € * ab 05 J

 

 

 

 

Zugegeben, die Bilder von Nadia Budde mag man oder man mag sie nicht. Ihr Talent, Beobachtung in witzige Worte und Beziehungen zu setzen und dazu die genau passenden Bilder zu zeichnen, muss man unbedingt loben. Hier sind ihr die (neuen) Tiere der Großstadt aufgefallen, die nicht nur dem Menschen folgten, sondern ihnen auch in vielerlei Hinsicht ähneln. Sehr erfindungsreich und humorvoll!

Kultur(?)folger

Als Untertitel hat Nadia Budde vorgesehen: aufgescheucht (wieder durchgestrichen), aufgeschreckt (wieder durchgestrichen), aufgesammelt (das „auf“ eingeklammert). Da ahnen wir schon, was sie alles – auch mit uns Lesern – gemacht hat und machen wird. So bleibt uns im Folgenden das Lachen manchmal auch im Hals stecken, denn über viele Dinge haben wir so vielleicht noch gar nicht nachgedacht. «Während die Großstädter raus aufs Land wollen, flieht die Natur in die Städte» schreibt sie zu Beginn.
Dann gliedert sie ihr Buch nach den Tieren, die wir inzwischen «Kulturfolger» nennen: Waschbär, Spatz, Regenwurm usw. über die Raben- und Nebel- und Mischkrähe zur Schabe und Mauereidechse. Zum Schluss zeigt sie anhand einer kleinen Tabelle, dass sie sich das Inhaltliche wohl nicht ausgedacht hat, es aber sehr wohl in interessante und lesbare und schaubare Form gebracht hat.

Die recht große Schrift ist von ihr selbst erschaffen worden (handgelettert heißt das) und ist wie die Art zu zeichnen inzwischen ein echtes Markenzeichen von ihr.

Erwachsene sind entweder begeistert von Nadia Budde oder gar nicht, Kinder sollte man heranführen an diese Art von Humor. Es lohnt sich.

 

 

 

 

 

 

Ulrich H. Baselau für den "Wittmunder BilderBuchBär"en