Philip Waechter:
Der fliegende Jakob

Weinheim: Beltz & Gelberg 2013

www.beltz.de

ISBN 978-3-407-79449-9
32 S * 12,95 € * ab 03 J

 

 

 

 

Wie Philip Waechter schon zu Beginn sagt: Die Geschichte «klingt vielleicht verrückt, war aber wirklich so». Der kleine Jakob kann nämlich fliegen, schon lange, bevor er überhaupt krabbeln konnte. Von einem kleinen Abenteuer des sympathischen Jungen mit 83 Vögeln und einem Vogelfänger erzählt die Geschichte und von Hubertus, der Jakob von nun an begleitet.

Fliegen können

Philip Waechter hat schon vor längerer Zeit seinen wiedererkennbaren Zeichenstil gefunden. Seine sauberen farbigen Flächen haben einen dünnen schwarzen Rand, die Spielsachen, Plakate, Menschen, sogar die Häuser und Bäume sind klein gestaltet, ohne dass sie «wimmelig» wirken. Mit gleichem dünnen schwarzen Strich erschafft er leichten Wind oder dunkelnden Himmel, einen hoch oben fliegenden Vogelschwarm, ein Sesselmuster und Vogelkäfige, Telegrafendrähte, Strandsand, flache Meereswellen und Schatten vom Vogel Hubertus und fliegendem Jakob auf dem Ufersaum.

 

So leicht, wie er zeichnet, so erzählt Waechter auch. Der Text verzichtet auf «große Worte», Jakob und seine Eltern sind freundliche und einfache Menschen, die sich gegenseitig lieben, ebenso die Vögel untereinander. Jakob wird wie einer der ihren aufgenommen, da wird gar nicht viel drüber geredet. Er darf mit dem Schwarm fliegen und er hat eine Idee, wie er Hubertus und die anderen von Herrn Mörtel gefangenen Vögel befreien kann.

 

Ja, Jakob, das möchte ich auch können, die Welt von oben betrachten und «duftende Blumenwiesen» riechen. Vielleicht treffe ich Jakob - oder Hubertus.

 

 

 

 

 

 

Ulrich H. Baselau für den "Wittmunder BilderBuchBär"en