Anu Stohner & Henrike Wilson:
Die kleine Schusselhexe


München: Hanser 2013

www.hanser-literaturverlage.de

ISBN 978-3-446-24161-9
28 S * 12,90 € * ab 03 J

 

 

 

 

Nicht alle kleine Hexen sind liebenswert, aber diese schon. Ihre Schusseligkeit trägt erheblich dazu bei, vor allem, weil sie damit auch noch den Konflikt mit einem «riesigen Riesen» auf sehr unkonventionelle Art löst. Wieder ein tolles Buch vom Team Stohner-Wilson!

Hexe mit Hasen

Das sind Texte, wie Kinder sie lieben. Die gereimten Zaubersprüche, die auf ein bestimmtes Wort hinzielen, das sogar Dreijährige bereits erahnen können, enden bei unserer kleinen Hexe immer im Gegenteil. Auf «Schoklade» reimt sie «schief», auf «grässlich» folgt bei ihr «schön». Die anderen Hexen kommen aus dem Lachen kaum heraus, aber das wird ihnen bald vergehen. Gegen den Riesen kommen sie nämlich nicht an, werden aus der Luft gepflückt und in die Brusttasche des ungehobelten Kerls gesteckt. Nicht so unsere kleine Hexe, denn ihr krumm gehexter Besenstiel macht wilde und unvorhersehbare Hopser und ihr Zauberspruch macht den Riesen nicht klitzeklein, sondern löst das Problem auf eine eher lustige Art.

Henrike Wilson zeichnet die ungehobelten Personen mit nur wenigen Zähnen im schiefen Mund. Die Hexen sind alle schon älter, man sieht graue Haare unter dem Hut und dem Kopftuch und ebensolche Augenbrauen. Die Kleidung ist einfarbig, sauber und ohne Muster. Alle tragen den typischen Hexenhut. Auch unsere Schusselhexe, die freche rote Haare hat, eine ganz kleine Brille trägt, einen grünen Flicken auf ihrem roten Rock. Ihre Schnürstiefel sind mindestens so groß wie ihre Unerschütterlich- und Freundlichkeit, eine echte Identifikationsfigur.

 

 

 

Ulrich H. Baselau für den "Wittmunder BilderBuchBär"en