Heinz Janisch & Silke Leffler:
Warum der Schnee weiß ist

Wien: Annette Betz 2011

www.annettebetz.de

ISBN 978-3-219-11486-7
28 S * 12,95 € * ab 04 J

 

 

 

 

In alten Zeiten, als der Schnee noch durchsichtig war … Der Vater erzählt seiner Tochter ein altes Märchen, wie nämlich die Blumen dem Schnee verweigerten, etwas von ihrer Farbe abzugeben – bis auf das Schneeglöckchen. Silke Leffler zeichnet wunderbare Blumenbilder mit einem Mann als Schneefigur dazu.

Schneeweiß

Die Rahmenhandlung zeigt Vater und Tochter gemütlich in der dicken Fensterlaibung des riesigen Fensters auf der Fensterbank mit Kissen im Rücken und einer wärmenden Decke auf den Beinen. Draußen fallen wenige Schneeflocken vor einem blassblauen Himmel. Bestimmt nicht zum ersten Mal bittet die Tochter um ein «Fenstermärchen» und der Vater erzählt mit vielen Wiederholungen, sodass das Kind schnell mitsprechen kann: «‘Aber ich … ich brauche meine Farbe noch‘» rufen die Blumen, die für einen kurzen Moment dem Schnee ein wenig Farbe abgaben. So geht es dem Schnee, der als Mann, andeutungsweise als Schneemann, gezeichnet ist, mit jeder Blume.

Auch wenn der Text nur von je einer Blumenart spricht, so zeichnet Silke Leffler mehrere mit gleicher Farbe: Osterglocken mit Sonnenblume, Butterblume und Löwenzahn, Krokus mit Veilchen und Iris. Violett, Gelb, Rot, Grün, Blau und «bunt» könnte der Schnee werden, aber alle Blumen wollen ihre ganze Farbe behalten. Ein bisschen nachtragend ist der Schnee später schon, denn gern bedeckt er heutzutage alle Blumen mit einer dicken Schneeschicht, allein die Schneeglöckchen, die ihm bereitwillig ihr Weiß teilten, dürfen aus der Schneedecke herausschauen.

 

Wir stellen uns vor: Draußen kalt und windig und ungemütlich, drinnen mollig warm und die Menschen haben Zeit. Dann kann man entweder Märchen erzählen oder sich auch ein Bilderbuch anschauen. Dies zum Beispiel.

 

 

 

 

 

Ulrich H. Baselau für den "Wittmunder BilderBuchBär"en