Virginie Aladjidi & Emmanuelle Tchoukriel:
Kiwi, Kürbis, Kokosnuss

Aus dem Französischen von Cornelia Panzacchi

Hildesheim: Gerstenberg 2011

www.gerstenberg-verlag.de

ISBN 978-3-8369-5364-1
67 S * 13,95 € * ab 06 J

 

 

 

 

Wunderbare altmodische Bilder aus feinem Stift und zarter Kolorierung zeigen auf 64 «Tafeln» 100 «Obst-» Sorten. Die Begriffe Obst oder Gemüse, sagt das Vorwort, sollen unter dem Namen «Frucht» möglichst weit gefasst sein. Obst, Gemüse, Pflanze, Pilz – es handelt sich um Hüllen für den Samen, um Fortpflanzung. In Wirklichkeit aber handelt es sich bei dem Buch um wunderbare altmodische Bilder.

Bildtafeln

Alle Bilder, die sich Tafeln nennen, sind mit drei engen, zarten farbigen Linien rechteckig umrandet. Die Bilder selbst durchbrechen ihn hier und dort, reichen sogar aus der Seite hinaus. Sie sind zumeist «kurz» gehalten, ohne Hintergrund und Bindung, werden mit dem gebräuchlichen wie dem lateinischen = botanischen Namen betitelt. Viele werden dann noch kurz beschrieben hinsichtlich des Aussehens, der Nutzung, des Geruchs, des Gebrauchs und vor allem, von welcher Pflanze sie abstammen. Fast immer trägt die Pflanze genau den Namen ihrer Früchte, da wir diese für uns nutzen und damit die Trägerpflanze identifizieren. 

Dass Illustratoren über das Geforderte hinaus zeichnen, erwarten wir schon fast. Hier sind es vor allem Tiere: Schnecken schleimen sich am Innenrand auf der Tafel zu den Salaten, ein Maulwurf hat fast die Mairübe zum Anknabbern erreicht, ein Taschenkrebs sieht fast aus wie der Lappentang (Palmaria pamata), eine Amsel versucht die für sie viel zu große Kirsche zu fressen und ein Kiwi tritt bei den Kiwis auf.

Die meisten Früchte sind wohl zumindest den Erwachsenen bekannt (Patisson? Okra? Karambole?) und nach dem Buch sind alle mindestens einmal angeschaut worden. Und bei Bedarf darf man sich im Register umschauen, um sich noch einmal zu erinnern, wie ein «Roter Hokkaido» aussieht oder die «Sorghumhirse». 

Eine tolle Ergänzung des Biologieunterrichts und der Neugier, aber auch für den Kunst-Unterricht nicht uninteressant.

 

 

 

 

 

Ulrich H. Baselau für den "Wittmunder BilderBuchBär"en