Helga Bansch:
Hexlein

Wien: Jungbrunnen 2011

www.jungbrunnen.co.at

ISBN 978-3-7026-5831-1
28 S * 13,90 € * ab 03 J

 

 

 

 

Zwei Abzählreime auf den Innenseiten des Buchdeckels und ein wilder Traum eines kleinen Mädchens – oder endete die wilde Geschichte nur in einem Schlaf? Helga Bansch gelingt eine spannende wahre Geschichte, wofür ebenfalls die Bilder sprechen, die vielleicht aber auch nur ein Traum zeigen. Man weiß es nicht.

Bin ich auserwählt?

Sieben. Diese sehr merkwürdige Zahl steht für viele Geheimnisse. Hier sind es Jahresspannen, nach denen die Hexen sich auf die Suche machen dürfen, damit der Nachwuchs sich den Hexen anschließen kann. Hat sich denn niemand zuvor die Frage gestellt, wie sich die Gruppe der Hexen vermehrt? Nun wissen wir also auch das. Unser Kind hat keinen Namen, es wird einfach «Hexlein» genannt, und die, die sie aussuchten, sehen gar nicht furchterregend aus. Im Gegenteil: Ihr Mund ist freundlichst weit nach oben gebogen. Zwar schaut hier und da ein spitzer Zahn aus dem Mund heraus und überragt die lange Hakennase den Mund, aber die Freundlichkeit schaut aus ihren Augen mit den Lachfalten.

Da zeigt sich also der wirklich positive Charakter der Hexen. Aber bevor man selbst dazugehört, muss man ausgewählt werden und dann viel lernen: Katzensprache, Zauberstabbedienung, Kochen in der Hexenküche, Tricks und Kniffe, um sich gegen Gnome, Zauberer und Ungeheuer zu wehren. Ja, was glaubst du denn? Das man so einfach Hexe werden kann?

Herrliche doppelseitige Bilder, integrierter Text, der aber auch eine Möglichkeit für andere Sprachen anbietet, eine runde Geschichte, der Kinder ab 3 Jahre gut folgen können – ein süßes Bilderbuch räumt auf mit der Idee, dass Hexen kleine Kinder «fressen» wollen. Stattdessen kümmern sie sich lieb und hingebungsvoll um den Nachwuchs. Das könntest – vielleicht – auch du sein.

 

 

 

 

Ulrich H. Baselau für den "Wittmunder BilderBuchBär"en