Jens Poschadel & Antje Möller, Dietmar Nill & Carsten Braun u. a.:
Die Fledermaus

Esslingen: Esslinger 2011

www.esslinger-verlag.de

ISBN 978-3-480-22825-6
32 S * 9,95 € * ab 04 J

 

 

 

 

Ja, auch der «Gemeine Vampir» wird erwähnt, auch wenn er es nicht auf Menschenblut abgesehen hat. Das Sachbuch führt uns in eine Welt der Dunkelheit, denn die rund 900 verschiedenen Arten der Fledermaus sind nachtaktiv und gehören zur Familie der «Fledertiere (Chiroptera)». Wenig Text und doch viel Information begleiten die hervorragenden Fotos.

Handflügler

Schon das Titelbild begeistert ob der erstaunlichen Fotoqualität, und so ganz geheuer ist es dem Betrachter nicht, fliegt doch das «Große Mausohr» direkt auf uns zu, die Ohren zum exakten «Sehen» gespitzt und das Maul so weit geöffnet, dass man die vier weißen langen Zähne sieht. Sein Futter sind aber nur Kleintiere: Laufkäfer, Spinnen, Hundertfüßer u. ä., die er – ein wenig ungeschickt – auch «gehend» auf dem Boden verfolgt.

Bevor zum Ende acht Arten kurz vorgestellt werden, erleben wir, hauptsächlich am Beispiel des Großen Mausohrs verschiedene Aspekte seines Lebens: Begattung im Sommer, jedoch befruchtet sich das Weibchen erst im Frühjahr, damit sie ein Kind pro Jahr aufziehen kann. Der Vater hat sich also längst aus dem Staub gemacht, lebt als Einzelgänger, während die Weibchen und der Nachwuchs sehr gesellig leben.

Jäger haben auch Jagdfeinde, vor allem aber macht das Kultivieren durch den Menschen den Fledermäusen zu schaffen, also gibt es auch Tipps, den kleinen Fliegern Unterkünfte zu basteln und den Einsatz von Gift im Garten zu verhindern.

Die Reihe «Meine große Tierbibliothek» ist um ein weiteres sehr schönes Buch ergänzt worden. Die Informationen sind zwar knapp, dafür aber bereits für Vierjährige gut verständlich und, auch wegen der großen Schrift, für gute Erstklässler selbst zu erlesen.

 

 

 

 

Ulrich H. Baselau für den "Wittmunder BilderBuchBär"en