Lena Hesse & Philipp Winterberg:
Ein Brief aus der Arche

Baar: aracari 2011

www.aracari.ch

ISBN 978-3-905945-17-1
32 S * 14,90 € * ab 03 J

 

 

 

 

Die Sintflut und Noahs Arche haben schon immer die Fantasie angeregt. Hier finden wir nun einen ganz neuen Aspekt: Sind wirklich alle Tiere wieder von der Arche zurück aufs Land? Und: Was ist eigentlich mit dem Schiff nach der Strandung auf dem Berg passiert? Hier bekommen wir Antworten.

Furchterlinge

Der Berg wird nicht genannt (Ararat), aber auf seinem Gipfel ist, eingeklemmt zwischen den Felsen, das Wrack (im Heck ist ein großes Loch) der Arche, die damals jeweils zwei Tiere vor der Sintflut rettete. Jetzt sieht sie sehr traurig aus, besonders weil die einst schmückenden Wimpel immer noch über dem Schiff hängen, eher bekümmert durchhängend als lustig flatternd.

Die beiden Postraben Max und Alexa sind auf dem Flug zur Arche, um einen Brief an einen Herrn Noah als unzustellbar zurück zu bringen. Wohl ist ihnen nicht bei dieser Aufgabe, denn es ist nicht klar, wer diesen Brief schickte. Was wird beiden erwarten? Ängstlich kommen sie an eine angelehnte Tür, hinter der ebenso ängstliche Wesen auf eine Antwort des Briefes warten. Dass wir bisher nichts von den Furchtlingen hörten, muss nicht verwundern, denn sie leben seit x Jahren vor Christus in diesem Schiff. Wir werden aber wohl auch weiterhin wenig von ihnen hören, denn sie haben sich bei den beiden Postraben hoch oben im Nest auf der Tanne niedergelassen.

Das Ganze ist humorvoll illustriert, man beachte nur die Augen der beiden Raben auf dem Weg zur Arche, den Regen auf das Vorderschiff nach der Strandung, die erste Begegnung der Postraben mit den Furchtlingen oder die fiktiven Zeitungsberichte.

Die Furchtlinge sehen aus wie kleine Drachen mit winzigen Flügeln, die aber wohl dennoch lufttauglich sind, und mit passend weit aufgerissenen Augen zeigen sie ihre Ängstlichkeit.

Der zum Teil gestaltet gedruckte Text richtet sich wohl nur an die Vorleser, denn zum Selbstlesen ist der Text für Erstklässler und die meisten Zweitklässler zu lang und zu schwierig.

 

 

 

 

Ulrich H. Baselau für den "Wittmunder BilderBuchBär"en