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Anke Faust:
Lina quasselt

Zürich: NordSüd 2011

www.nord-sued.com

ISBN 978-3-314-10011-6
28 S * 13,95 € * ab 03 J

 

 

 

 

Die Freunde hören Lina gern zu, wenn sie Geschichten erzählt, dann ist ihnen nie langweilig. Das führt dann allerdings dazu, dass Lina kaum noch zuhört, wenn die anderen ihr etwas mitteilen wollen, ja, dass sie so fasziniert ist von ihrer eigenen Erzählung, dass sie nicht mitbekommt, dass alle anderen längst zur Wiese gegangen sind. Lina redet mit sich selbst!

Wer redet, kann nicht zuhören

Auch wenn Tiere gezeichnet sind und von Tieren gesprochen wird (man kann sich den gesprochenen Text als mp3 von hoerfux.com herunterladen), so handelt es sich doch um eine menschliche Geschichte. Heute soll das große Seifenkistenrennen stattfinden und Lina soll die Reporterin sein, aber vor lauter eigenem Erzählen hört sie nicht zu. Zumeist mögen die anderen ihre Geschichten, selbst die Fische und der Flughund, bei der Schildkröte ist man sich nicht sicher und die Eule will des Tags lieber schlafen.

 

Lina ist eine sympathische, freundliche, kleine Ente, die ihre Flügelenden als Finger benutzt, ganz in beige gezeichnet, mit einem neckischen kleinen Halstuch als einziges Kleidungsstück. Die anderen Tiere tragen Hose, Hemd, Pullover oder sind gar selbst als Gestricktes, als Blatt oder Bürste geschaffen (Schafe, Frosch, Fischotter). Die Bilder sind wie kleine Inseln auf dem weißen Papier gestaltet, oft als Collage, die mit Zeichnungen ergänzt sind. Auf vielen Bildern wird ein Gegenstand als Foto hinein «gemogelt»: hier eine Wasserwaage, dort eine geöffnete Blechbüchse oder ein Verkehrshütchen, eine Angel mit Fischen im Eimer, eine Badebürste. Da gibt es neben der eigentlichen Geschichte einiges zu entdecken und darüber hinaus Anregungen, Ähnliches zu versuchen.

 

 

 

Ulrich H. Baselau für den "Wittmunder BilderBuchBär"en