Nancy Walker-Guye & Alessandra Micheletti:
Sternenstaub

Aus dem Englischen von Martin Gülich

Baar: Aracari 2011

www.aracari.ch

ISBN 978-3-905945-14-0
32 S * 14,90 € * ab 04 J

 

 

 

 

Nur für wenige Momente passiert es, dass die Sterne uns verzaubern. Hier verwechseln für kurze Zeit die Stimmen ihre Tiere: Das Schwein macht I-ah, die Kuh oink-oink, der Esel muuuh. Der Hahn Johann findet das zunächst sehr witzig, aber dann rächen sich die anderen, indem sie den Baum schütteln. Der Sternenstaub trifft auch ihn.

verzaubert

Die Kinder lieben die Wiederholungen. Hier werden sie bereits im Vorsatz angekündigt: «… und noch ein bisschen mehr.» Diese Wörter werden in Verbindung gebracht mit einigen Adjektiven (wütend, verwirrt, verwundert, erleichtert, traurig, lustig, stolz) und mit möglichst unterschiedlichen «Objekten»: Küken, Frosch, Haus, Wirbelsturm.
Alles beginnt am Morgen. Der Hahn Johann putzt seine Federn, bevor er den Tag verkündet, damit die Sonne aufgehen kann und die anderen Tiere geweckt werden. Doch gerade zuvor überquert ein Stern den Himmel und hinterlässt einigen Staub, Sternenstaub. Und der hat ganz besondere Eigenschaften auf die Lebewesen, auf die er fällt.
Eine schöne Idee für eine kleine Geschichte, die mit wuchtigen Bildern begleitet wird, jedenfalls immer dann, wenn sich Alessandra Micheletti sich traut und sich in die Nähe begibt. Dann werden ihre Tiere wirklich lebendig, sieht man Federkiel und jede einzelne Federfahne, leuchtet das Rot des Hahnenkamms unter den gesträubten, gebogenen Federn heraus, dass es eine wahre Pracht ist. Das sind Bilder, die in Erinnerung bleiben, die man sich auch immer wieder gern anschaut. Schade, dass die Illustratorin diese Qualität leider nicht durchgängig zeigt.

Der Mundwinkel der Beurteilung zeigt einerseits also deutlich nach oben.

 

 

Ulrich H. Baselau für den "Wittmunder BilderBuchBär"en