Martin Nygaard & Jesús Gabán:
Das große Labyrinthbuch

deutscher Text von Heinz S. Twardocz

Berlin: Abentheuer 2011

www.abentheuerverlag.de

ISBN 978-3-940650-14-6
32 S * 19,80 € * ab 05 J

 

 

 

 

Die zwölf gezeichneten Labyrinthe sind im engeren Sinn eigentlich Irrgärten, die nicht nur Sackgassen aufzeigen, sondern auch gefährliche Orte, die Grete und Hans meiden müssen, wollen sie nicht in den Lava-Seen versinken, den Schlossgeistern begegnen, in die Löwengrube fallen, Wölfen ausweichen oder das Gewühl der Einbahnstraßen meiden, um die Apotheke zu finden. Ein ewig gleiches Thema – immer neu definiert.

Die Suche nach dem rechten Weg

Mal geometrisch rechtwinklig, mal verschlungen organisch, die Wege führen entweder ins Verderben oder zu einem Ziel. Hans und Grete (man merkt die Anspielung an das Märchen mit den beiden Kindern, die sich im Wald verliefen) müssen rund um die Welt Abenteuer bestehen, in einer Höhle und einem Schloss, in einer Oase und einem kalten Keller, am Amazonas und auf Kreta (das wohl berühmteste Labyrinth der Antike), unter Wasser und in den Wolken, auf dem Bahnhof und einer Insel. 

Der Text beansprucht nur eine schmale Spalte am linken Rand, die Labyrinthe den Restplatz von fast einer Doppelseite. Das ist ausgewogen, denn es handelt sich ja schließlich um ein «Bilder»buch, und den Seiten sieht man an, dass sich hier jemand richtig Mühe gegeben hat, um das Thema von einer Seite zur nächsten deutlich darzustellen. Man mag sich gar nicht vorstellen, wie viele Skizzen zuvor nötig waren und wie schwierig sich anschließend die Ausgestaltung erwies. 

Alle zwölf Labyrinthe sind im Vor- und im Nachspann abgedruckt, vorn ohne und hinten mit einem Lösungsweg. Der ist gar nicht nötig, denn wir versuchen selbstverständlich die verschiedenen Möglichkeiten so lange, bis wir ans Ziel kommen. Ansonsten schauen wir hinten, aber nur ein Mal. Mehr mogeln gilt nicht.

 

 

Ulrich H. Baselau für den "Wittmunder BilderBuchBär"en