Helga Bansch:
Mimi kleine Ballerina

Zürich: NordSüd 2010

www.nord-sued.com

ISBN 978-3-314-01769-8
28 Seiten * 13,95 € * ab 03 Jahre

 

 

 

 

Wenn man etwas wirklich will und dazu auch noch Freunde hat, die einem bei der Verwirklichung helfen, dann kann das tatsächlich etwas werden. All das trifft auf Mimi zu, der kleinen Maus, der es gelingt, als singende Ballerina auf die Bühne des Stadttheaters zu kommen. Alle sind anschließend mächtig stolz auf Mimi.

Auf der Bühne

Der Maulwurf heißt Erich. Er ist alt und klug und lebt zusammen mit einigen lesenden Insekten und Würmern inmitten von Büchern. Erich gibt Mimi den ersten Tipp: Fröschl «ist ein begnadeter Tänzer», der sein Können gern an Mimi weitergibt. Bei der Amsel Amelie lernt sie, dass man neben dem Üben «beim Singen an schöne Dinge denken» soll, damit der Gesang (noch) besser klingt. Ach ja, schön sein will Mimi auch noch. Da hilft manchmal das richtige Kleid, das die kleine Maus zusammen mit dem Gänserich Gernot schneidert.

Allerliebst, wie Helga Bansch die Mäuse, vor allem die «Ballett-Mäuse» (ziemlich despektierlich) zeichnet, aber sehr sympathisch, nicht zuletzt wohl wegen des ‚Babyschemas‘: viel zu großer Kopf mit dünnen Ärm- und Beinchen, dazu ‚erste Position‘ und (noch) keine klassisch weitere.

 

Die Geschichte ist natürlich für kleine Menschenkinder geschrieben, die sich in Mimi (oder einer der anderen, hilfreichen Tiere) wiederfinden werden, und mit der kleinen Maus die Verwirklichung ihres Traums verfolgen werden. Wer jemals selbst auf der Bühne stand, wird verstehen, wie hilfreich es ist, wenn ein Freund eine Rose hinauf wirft!

 

Neben der eigentlichen Geschichte werden bei Helga Bansch natürlich auch kleine weitere erzählt, sei es im Bild, sei es im Text. So sind einige humorvolle Details zu bemerken: Mimi, die Maus, hat eine kleine Kuschelkatze / ausgerechnet ein fast blinder Maulwurf lebt in einem Berg aus Büchern /viele Namen bestehen aus Alliterationen / der Gänserich ist so groß, dass er kaum ins Bild passt, manchmal nur mit seinem langen Hals und seinem Kopf hineinpasst / viele Bilder sind zum Teil überzeichnet, zeigen Überklebtes oder zweifach benutztes Papier.

 

Der Verlag gibt noch einen kleinen Bonbon dazu, denn auf der Internetseite kann man einen Code eingeben, der im Buch unter einem Siegel versteckt ist. Dann können sich die Eltern zurücklehnen und den Kindern das Buch vorlesen LASSEN. Aber noch schöner ist doch das Kuscheln beim Vorlesen, oder?

 

 

 

Ulrich H. Baselau für den "Wittmunder BilderBuchBär"en