Vera Trachmann:
Hallo! Wir sind die Amselkinder

In das Englischen übersetzt von Ros Mendy

Rheine: Schlauberger 2009

www.schlauberger-verlag.de

ISBN 978-3-00-019789-5
48 Seiten * 16,95 € * ab 06 Jahre

 

 

 

 

Ein zweisprachiges Bildersachbuch, das Leseanfängern (im deutschen Teil) genauso gefällt wie Kindern, die bereits Englischunterricht in der Schule erhalten. Der kurz gehaltene Text ist groß und farbig gedruckt, die Kapitel beschreiben dennoch ausführlich das Leben der Amsel in ihrem großen Verbreitungsgebiet auf der Erde.

Turdus merula

Die „scheue“ Amsel hat sich inzwischen an den Menschen gewöhnt, ist ihm in die Stadt und Vorgärten gefolgt wie so manche andere Tierart, zu denen auch ihre natürlichen Feinde gehören: Katze, Eichhörnchen, Elster u. a. Vera Trachmann teilt das Sachbuch in acht Kapitel auf, die sich im Wesentlichen an der Aufzucht der Nachkommen orientieren, dabei aber manch andere Information transportiert.

Der deutsche Text ist in Grün, parallel dazu der englische in Blau gedruckt. Ein großes Schriftbild und eine serifenlose Schrift machen es leicht, den Text zu lesen, zumal er von vielen Fotos begleitet wird. Am Ende einiger Kapitel kommen die «Schlauberger» zu Wort, die im Englischen «smartypants» genannt werden. Die berichten, was man sonst noch wissen soll: was die Amsel mit der Drossel zu tun hat, wie man Weibchen von männlichen Vögeln unterscheiden kann, wie groß die Eier sind, warum die Amseln zu den «Singvögeln» gehören (obwohl doch nur die Amselmänner singen).

 

Das schwierige Unterfangen, ein Buch so zu gestalten, dass es sowohl für gerade erst Lesekundige als auch, vom Thema her, für ältere Kinder interessant ist und außerdem noch mit einer zweiten Sprache daherkommt, deren Schriftsprache erst ab dem fünften Schuljahr erlernt wird, ist gelungen. Selbst erwachsene (Vor-) Leser werden sich über die eine oder andere bisher unbekannte Vokabel freuen.

Die liebevolle Gestaltung des Buchs muss noch erwähnt werden, die angenehme Größe und der sehr informative Inhalt.

 

 

 

Ulrich H. Baselau für den "Wittmunder BilderBuchBär"en