Jan Weiler:
Max im Schnee

Mit Bildern von Ole Könnecke

Reinbek: Rowohlt 2010

www.fuxx-online.de

ISBN 978-3-499-21578-0
52 Seiten * 9,95 € * ab 03 Jahre

 

 

 

 

Das Ende von Jan Weilers Geschichten erkennt man am Punkt, den Anfang macht immer ein „Also, …“, auch noch in Rot gedruckt. Dazwischen erzählt er in einem langen Satz ausgesprochen humorvoll von den kleinen Dingen, die in der Welt eines Erstklässlers passieren. Hier gibt die Jahreszeit den Rahmen und Ole Könnecke die schwarz-weiß-roten Bilder.

Max mit der roten Mütze

Max trägt eine ähnliche Brille wie sein Erschaffer. Der Humor in seinen Erlebnissen kommt häufig durch Missverständnisse oder Unverständnis zwischen Kind und Erwachsenem oder durch ungewöhnliche Wortwahl zustande. Dass ein Wein atmen kann, glaubt ja wohl Papa selbst nicht, und er freut sich auch gar nicht darüber, dass sein Sohn den Glasstopfen in die „Giraffe“ gestopft hat. Dafür freuen sich die Kinder über den Besuch des Nikolaus, obwohl die Kinder auf dem Sofa hüpfen. Das liegt bestimmt daran, dass der kein Handy hat, damit man ihn noch schnell benachrichtigen kann. Außerdem sieht er verteufelt so aus wie der Vater von Max und er trägt auch noch den gleichen Ring.

Wenn zwei Jungen sich streiten, dann kann es passieren, dass der eine dem anderen „eine tafelt“, und bei Mädchen fühlen sich Jungen nicht so recht wohl, denn die wollen nie Skatboard fahren und „einen fahrenlassen“ kann man bei denen auch nicht.

 

Das ist alles – wie im ersten Band „Hier kommt Max“ – sehr witzig erzählt und entstammt genau der Erfahrungswelt der Zielgruppe. An den Weihnachtsmann noch gern glauben, aber schon ein bisschen zweifeln, den Vater stolz über die eigene Leistung erleben und bemuttert werden, obwohl man trotz Warnung auf das Eis ging und einbrach.

Wunderbare Geschichten also, die die Einschlafabende vor Weihnachten verkürzen.

 

 

 

Ulrich H. Baselau für den "Wittmunder BilderBuchBär"en